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1860 München war nach dem strittigen Ausgleichstor gegen den MSV Duisburg sauer auf den Schiedsrichter © Imago

Duisburg - Nach einem höchst umstrittenen Ausgleich bezwingt Duisburg 1860 München und zieht in der Tabelle mit den Löwen gleich. Löwen-Keeper Ortega schimpft auf den Schiedsrichter.

Ein Phantomtor von Thomas Bröker hat beim 2:1 (0:0) des MSV Duisburg gegen den TSV 1860 München für mächtig Wirbel gesorgt.

"Was sich die Schiedsrichter manchmal erlauben, ist eine Frechheit", tobte Sechzig-Keeper Stefan Ortega, der mit der Gesamtleistung des Referees nicht zufrieden war, nach dem Spiel bei Sky: "Ich wünsche mir, dass die nie wieder pfeifen dürfen."

(Die Highlights des Spieltags am Freitag ab 22:15 Uhr in Hattrick LIVE im TV auf SPORT1)

Phantomtor bringt Ortega in Rage

Was war passiert? Der eingewechselte Bröker hatte für Duisburg im Abstiegs-Gipfel in der 73. Minute durch ein höchst umstrittenes Tor den zwischenzeitlichen Ausgleich markiert.

Sein Kopfball sprang vom Innenpfosten Richtung Linie, Torhüter Ortega faustete den Ball weg - doch Schiedsrichter Thorben Siewer ließ den Treffer gelten.

Phantomtorschütze Thomas Bröker gab sich am SPORT1-Mikrofon unwissend: "Ich kann wirklich nicht beurteilen, ob der Ball drin war. Ich lag am Boden, als der Torhüter mit der Hand dran war, und konnte es nicht genau erkennen. Aber: Der Schiedsrichter hat das Tor gegeben, deshalb müssen wir darüber auch nicht diskutieren. Es ist ganz gut, dass es das Hawk Eye in der Zweiten Liga nicht gibt", fügte er schmunzelnd hinzu.

Victor Obinna (85.) sorgte schließlich für den MSV-Sieg - 1860 musste nach Gelb-Rot gegen Milos Degenek auch noch die letzten zehn Minuten in Unterzahl spielen.

"Es gab zwei Schlüsselszenen", meinte Löwen-Trainer Benno Möhlmann bei SPORT1. "Zum einen das Tor, bei dem man sich fragt: War der Ball drin, war er nicht drin? Und zum anderen die Gelb-Rote-Karte. Aber wir selbst haben es auch vermissen lassen, nach der Führung energisch nachzusetzen und das zweite Tor zu erzielen.“

Duisburg hofft wieder

Die "Zebras" feierten durch das glückliche 2:1 einen Big Point im Abstiegskampf. Mit nun 25 Punkten zog das Tabellenschlusslicht mit den Löwen auf Rang 17 gleich und schöpft vier Spieltage vor Saisonende noch einmal Hoffnung.

MSV-Keeper Michael Ratajczak war hochzufrieden. "Heute ist uns eine große Last von den Schultern gefallen", sagte er bei SPORT1. "Viele haben uns schon totgesagt – heute sind wir zurückgekommen.“

Beide Teams haben derzeit drei Punkte Rückstand zum rettenden Ufer. (Tabelle der Zweiten Liga)

© SPORT1

Michael Liendl (64.) hatte München in Führung gebracht. (Das Spiel zum Nachlesen im Ticker)

Überschaubares Niveau

Unmittelbar vor der Partie musste Löwen-Trainer Benno Möhlmann personell reagieren. Da Kapitän Christopher Schindler beim Aufwärmen über Übelkeit klagte, rückte Daniel Adlung in die Startformation. (Statistiken zum Spiel)

22.482 Zuschauer sahen eine Partie auf überschaubarem Niveau. Im ersten Durchgang agierten beide Seiten überaus vorsichtig, ohne sich Torchancen zu erspielen.

Das Bild änderte sich auch nach dem Seitenwechsel zunächst nicht. Erst nach einer Stunde brachen die Gäste wie aus dem Nichts den Bann. Liendl zog aus gut 25 Metern ab und versenkte den Ball im rechten Torwinkel. (Spielplan der Zweiten Liga)

Doch Brökers Phantomtor brachte den MSV wieder ins Spiel, Obinnas Treffer in Überzahl ließ die Duisburger Fans jubeln.

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