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München - Bayerns verletzter Flügelstar Arjen Robben wehrt sich im SPORT1-Interview gegen den Vorwurf der Wettbewerbsverzerrung - und spricht über seine Zukunft.

Für Arjen Robben war doppelt schmerzhaft, was in den vergangenen Wochen hereingebrochen ist über den FC Bayern.

Nicht nur, dass sein Klub aus dem DFB-Pokal und aus der Champions League ausschied. Er selbst musste in den entscheidenden Momenten auch noch zuschauen.

Das Comeback des niederländischen Flügelstürmers im Pokalspiel gegen Dortmund endete mit einer erneuten Verletzung, einem Muskelbündelriss in der linken Wade.

Dass er darauf brennt, in der kommenden Saison wieder mitzumischen: logisch. Im Exklusiv-Interview bei Bundesliga Aktuell (ab 18.30 Uhr LIVE im TV auf SPORT1) spricht er über seinen Comeback-Plan.

Zudem beantwortet er die Vorwürfe der Wettbewerbsverzerrung nach der Niederlage gegen Freiburg, die Hannover-Legende Dieter Schatzschneider am Mittwoch noch einmal in massiver Form erhob. Auch Trainer Pep Guardiola, der Umbruch beim FC Bayern und seine eigene Zukunft sind Thema.

Robben über

... den Vorwurf der Wettbewerbsverzerrung: "Diese Vorwürfe gehören sich nicht. Wir waren zuletzt in einer Phase, wo es nicht gut gelaufen ist. Aber alle können annehmen, dass wir das Beste geben, um zu gewinnen und nicht absichtlich verlieren."

... seine persönliche Zukunft: "Vielleicht bleibe ich ja noch länger hier als bis 2017. Ich habe durch meine Verletzungen ja etwas verpasst. Das kommt dann hinten wieder dran. Vielleicht kann ich sogar noch vier, fünf Jahre spielen. Ich bin da optimistisch."

... seine Verletzung: "Die schwierigste Phase habe ich überstanden. Es war schwierig zu akzeptieren, denn du weißt, dass du die schönste Phase der Saison verpasst. Aber man kann es auch nicht ändern. Jetzt denke ich wieder positiv. Nächste Saison greifen wir wieder voll an. Ich kann es gar nicht abwarten."

... die Einordnung dieser Saison: "Natürlich wollten wir mehr. Das heißt aber nicht, dass es eine Katastrophe ist, dass wir in den Halbfinals von Pokal und Champions League ausgeschieden sind. Aber für Außenstehende gibt es nie etwas dazwischen: Entweder es ist super oder alles ist schlecht."

... die vielen Verletzten und die Auswirkungen in der Schlussphase der Saison: "Das kann man nicht wissen und sagen. Wenn meine Schwester da unten etwas anderes gehabt hätte, dann wäre sie mein Bruder gewesen."

Pep Guardiola Arjen Robben FC Bayern
Pep Guardiola (l.) trainiert den FC Bayern seit 2013 © Getty Images

... Trainer Pep Guardiola: "Er ist ein super Trainer, einer der besten der Welt. Er hat uns weiter gebracht als Mannschaft. Ich würde mich sehr freuen, wenn wir noch zwei, drei Jahre mit ihm weiter zusammen arbeiten können. Wir werden mit ihm nächste Saison Erfolg haben, davon bin ich überzeugt."

... Mario Götze: "Er ist natürlich ein junger Spieler. Als Spieler musst du gewisse Dinge selbst erfahren. Das macht einen Spieler auch stark, wie man mit gewissen Situationen umgeht. Auch Kritik kann für die Entwicklung gut sein. Da musst du durch, da musst du kämpfen. Er ist vom Kopf her ein guter Junge, er hat die Qualitäten und wird es schaffen."

... einen möglichen Umbruch: "Wir haben Spezialisten hier im Haus, Leute in diesem Verein mit sehr viel Ahnung vom Fußball. Sie werden wissen, was richtig ist. Wenn uns jemand weiter bringt, ist das gut. Aber wir sollten nicht vergessen, dass wir sehr viel Qualität in der Mannschaft haben."

... Kontrahent VfL Wolfsburg: "Wolfsburg hat eine gute Entwicklung vollzogen. Kompliment! Das ist gut für den deutschen Fußball, für die Bundesliga. Deshalb bin ich froh. Aber es gibt ja noch mehr Mannschaften. Dortmund wird nächstes Jahr wieder besser sein. Auch Leverkusen und Gladbach muss man beachten. Es wird wieder interessant."

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