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Friedhelm Funkel hat im Bitburger Fantalk von SPORT1 Generalkritik am FC Schalke 04 geübt und insbesondere Kevin-Prince Boateng als Sündenbock ausgemacht.

Beinahe die gesamte Saison über sei man "fast komplett schlecht" gewesen: "Das Ziel, Champions League zu spielen, haben sie ja meilenweit verfehlt."

Der Rekordaufstiegstrainer führte weiter aus:"Ich glaube, dass einige Charakter einzelner Spieler eben nicht dafür da waren, um einen guten Teamgeist zu erzeugen. Davon bin ich überzeugt."

Dann knöpfte er sich den freigestellten Mittelfeldspieler vor: "Ich glaube, dass man Boateng intern viel zu viel Macht gegeben hat und er dann auf der anderen Seite verschiedene Spieler auf seine Seite gezogen hat, sodass dadurch der Teamgeist nicht so gefördert worden ist, wie es erforderlich ist, um Erfolg zu haben."

Wenn Boateng "gesund und fit" sei, "ist er ein richtig guter Spieler. Aber er hatte immer wieder Verletzungen. Ob die wirklich so schlimm waren, um nicht trainieren zu können, oder ob er einfach nicht der Fleißigste war - das will ich einfach mal so in den Raum stellen.  Aber es hat nach außen hin den Anschein gehabt." 

Verantwortlich für diese Entwicklung sei "in erster Linie (...) der Trainer. Ganz klar", hielt Funkel im Bitburger Fantalk fest.

"Der Trainer ist derjenige, der dafür verantwortlich, wie sich der Spieler - egal, wie er heißt, egal, wie wertvoll er ist, egal, was er macht - auf dem Platz gibt", sagte der 51-Jährige: "Und da musst du das Fingerspitzengefühl haben, wie du mit dem einzelnen Spieler auch umgehst. Du kannst auch mal fünf grade sein lassen. Du musst es aber der Mannschaft gegenüber verantworten."

Der FC Schalke 04 spielte eine der schlechtesten Rückrunden der letzten 20 Jahre. Dank eines glücklichen 1:0-Sieges gegen den SC Paderborn sicherten sich die Königsblauen in der vergangenen Saison zumindesten die Teilnahme an der Europa League.

Trainer Roberto Di Matteo und Manager Horst Heldt stehen insbesondere nach den Maßnahmen gegen Boateng und Sidney Sam sowie der Suspendierung von Marco Höger in der Kritik.

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