Video

München - Ribery kämpft um seine Zukunft in München. Bayerns Kapitän rechnet mit einer baldigen Rückkehr des seit Monaten verletzten Stars. Noch ist der Zeitpunkt aber offen.

Franck fehlt. Sie machen ihre Scherze auf dem Trainingsplatz des FC Bayern, David Alaba oder auch Thomas Müller, doch ohne Riberys herrlich ungezähmtes Gelächter ist der Verein ein anderer.

Kapitän Philipp Lahm macht seinem vermissten Mitspieler im Gespräch mit SPORT1 Mut: "Es ist absehbar, dass er irgendwann wieder anfangen kann zu laufen. Er macht keinen schlechten Eindruck", sagte er nach dem 3:1 beim Benefizspiel in Dresden. "Aber wer Franck Ribery kennt, der weiß: Er will auf den Platz, er will der Mannschaft helfen, Fußball spielen. Das macht er am liebsten."

Costa steht als dauerhafter Ersatz bereit

Schon nach dem ersten Ligaspiel der Münchner kommt die Frage auf: Ist sein Platz in der Mannschaft bereits weg? Douglas Costa rannte und trickste beim 5:0 gegen den Hamburger SV wie ein acht Jahre jüngerer Ribery.

Zum ersten Mal steht für den 32 Jahre alten Franzosen in München alles auf dem Spiel. Nicht auszudenken, wenn auch noch Kumpel Alaba Gefallen an Costa als neuem Partner auf der linken Seite finden sollte.

Lahm stärkt Ribery

Lahm stellte klar: "Wenn Franck fit ist und wieder zu seiner Form findet, wovon ich ausgehe, dann wissen wir, was wir an ihm haben und welche Qualität er hat."

FBL-EUR-C1-BAYERN MUNICH-ROMA
Zwei, die sich verstehen: Philipp Lahm und Franck Ribery © Getty Images

Seit über fünf Monaten spielt Ribery nicht, lacht er nicht, leidet er. Diese Knochenhaut! Er weiß jetzt, dass diese sich entzünden kann und wie weh das tut. Noch immer kann er sich nur auf dem Fahrrad schnell fortbewegen.

Laufen nur ohne Schwerkraft

Laufen geht nur auf einem Anti-Schwerkraft-Laufband. Vermutlich hasst er das 70.000-Euro-Hightech-Teil mittlerweile. Er will endlich zurück dorthin, wo sein echter Platz ist.

Sie alle wünschen sich seine schnelle Rückkehr. "Er ist ein Spieler, der Spiele entscheidet und den Unterschied ausmacht. So einen Spieler will man natürlich nicht so lange im Reha-Zentrum beobachten", sagte Torhüter Tom Starke zu SPORT1.

Ende August nächste Untersuchung

Aus zunächst einer Woche Ausfallzeit wurde eine Unendlichkeit. Der Verein legt sich schon lange nicht mehr auf einen genauen Zeitplan fest. Ende August soll es die nächste Untersuchung geben.

Erst wenn deren Ergebnis positiv ausfällt, kann Ribery die nächsten Schritte in der Reha unternehmen. Geht alles gut, soll er im September ins Teamtraining und auf den Platz zurückkehren.

Schwerste Verletzung in Riberys Karriere

Riberys Verletzung vermieste ihm den Urlaub, sie bestimmt sein Leben. Noch nie war er so lange weg. 2008 riss er sich das Syndesmoseband, drei Monate Pause, ansonsten viele kleine Geschichten an Rücken, Knie und Muskeln. Aber immer stand der Zeitpunkt der Rückkehr früh fest.

Seine Kollegen machen es ihm so einfach wie möglich, er soll präsent sein an der Säbener Straße. "Das einzige, was fehlt ist, das er in den Medien präsent ist - und vor allem auf dem Platz", erzählte Starke. "Wenn man so lange fehlt, wird man wahrscheinlich so gesehen, dass man sich ein bisschen zurücknimmt. Aber das ist bei ihm nicht so."

Immerhin die dunkelsten Gedanken an ein Karriereende sind weg. Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis Ribery wiederkommt. Nur: Durch diese Ungewissheit muss er noch.

teilentwitternsammelnE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel