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Ivo Hrstic lobt in seinem Kommentar Bayerns Robert Lewandowski als besten Mittelstürmer der Welt © SPORT1

Lewandowski ist der beste Mittelstürmer der Welt, glänzt als Vollstrecker und Ballverteiler. Sein Berater kokettiert mit einem Wechsel - dabei startet der Pole gerade erst durch.

Fünf Tore in nur neun Minuten. Das zieht völlig selbstverständlich Superlative wie "Wunder-Stürmer" oder "Tor-Phänomen" nach sich - ein normaler Reflex der Medien. 

Robert Lewandowski ist aber mehr als nur ein Fünf-Tore-Stürmer, der gegen den VfL Wolfsburg Bundesliga-Geschichte schrieb. Er ist aktuell für mich, nicht nur wegen seiner sensationellen Tor-Quote, der beste Mittelstürmer der Welt.

Ein Beleg für die außergewöhnliche Qualität des polnischen Nationalspielers war seine Leistung gegen Mainz: 50 Minuten lang hatten die FSV-Innenverteidiger Bell und Bungert den Stürmer perfekt im Griff, Lewandowski (nur neun Ballkontakte in der ersten Hälfte) fand ähnlich wie seine Mitspieler nur schwer ins Spiel.

Am Ende genügte ihm seine erste echte Torchance, um die Führung und Bundesligator 100 zu erzielen.

Die Bilanz: Vier Torschüsse für zwei Bundesligatreffer - Lewandowskis Effizienz ist bewundernswert. 

Viel mehr als Tore und Effizienz beeindrucken mich an Robert Lewandowski aber seine Technik und spielerische Qualität. Der 27-Jährige ist kein klassischer Goalgetter, der ausschließlich durch Dynamik und Robustheit überzeugt.

Lewandowski glänzt durch geschicktes Annehmen und Abschirmen des Balles, spielt damit als stürmender Ball-Verteiler eine zentrale Rolle in Pep Guardiolas Offensive. Er verkörpert tatsächlich die sogenannte "echte" und "falsche Neun" in einer Person. Das ist außergewöhnlich. Lewandowski spielt damit in seiner eigenen Liga.

Noch läuft Lewandowskis Vertrag beim FC Bayern bis 2019. Kein Grund also für Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge, nervös zu werden.

Doch Lewandowskis polnischer Berater Cezary Kucharsky wird wie schon vergangene Woche auch in Zukunft jede Chance nutzen, um auf den besonderen Marktwert seines Schützlings hinzuweisen.

Ich empfehle Lewandowski, das Thema eines möglichen Wechsels nicht zu früh zu strapazieren. Robert Lewandowski ist gerade erst dabei, beim FC Bayern richtig durchzustarten.

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