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Andreas Rettig und der FC St. Pauli haben mit ihrem Vorstoß in Sachen TV-Gelder für viel Wirbel gesorgt © dpa Picture Alliance

St. Pauli zieht seinen umstrittenen Antrag um einen Ausschluss der Werksklubs beim TV-Vertrag zurück, es bleibt wohl bei der Zentralvermarktung. Alle Infos im TICKER ZUM NACHLESEN.

+++ 15:15 Uhr: Das wichtigste aus der Pressekonferenz +++

Das war's auch schon, die Ergebnisse zusammengefasst: St. Pauli zieht seinen umstrittenen Antrag zurück. DFL-Vorstand Seifert spricht ein Machtwort pro Zentralvermarktung bei den TV-Rechten. Dabei bleibt es also wohl. Über die genaue Verteilung soll dann intern diskutiert werden.

Das ist auch ein Zeichen an den FC Bayern und Karl-Heinz Rummenigge, der vorab mit Eigenvermarktung gedroht hatte. Seifert bezeichnete diese Diskussionen vorab als "nicht schlau".

Außerdem wurde am Rand der PK bekannt, dass sich die Aufklärung rund um die WM 2006 sowie die Wahl des neuen DFB-Präsident noch mindestens bis Februar 2016 verzögert. Reinhard Grindel ist der Favorit auf den Posten des Präsidenten und präsentierte bereits seine Pläne.

+++ 15:13 Uhr: Der neue DFB +++

Ist Grindel der Mann für den neuen DFB 2020? Rauball weicht aus, darüber habe man noch nicht gesprochen. Mehr will er dazu nicht sagen.

+++ 15:11 Uhr: Zum zurückgezogenen Antrag von St. Pauli +++

Inhaltlich sei es St. Pauli "wohl um den Schutz der 50+1 Regel gegangen", so Seifert.

Diese Regel stehe in Deutschland aber generell nicht in Frage und sei ohnehin einzigartig. Seifert begrüßt den Rückzug des umstrittenen Antrags.  

Rauball ergänzt, dass es "wohl nicht der passende Zeitpunkt für einen solchen Antrag gewesen sei".

+++ 15:05 Uhr: Wie soll die Verteilung aussehen? +++

"Die Diskussion um Leistungskriterien", also zur genauen Verteilung der TV-Gelder, will die DFL "erst zu gegebener Zeit führen." Man könne dann auch über Änderungen nachdenken.

Aber vorab darüber zu spekulieren "sei nicht schlau", so Seifert. Er bittet alle Beteiligten darum, diese Diskussion intern zu führen.

+++ 15:01 Uhr: Seifert zur TV-Vermarktung +++

Seifert ist gegenüber einer möglicher Einzelvermarktung skeptisch und betont, dass die Zentralvermarktung nach wie vor der beste Weg sei. Das haben auch andere Ligen erkannt, weshalb die Einzelvermarktung der Ausnahmefall sei.

"Wir werden künftig gut mit einer Zentralvermarktung fahren", sagt Seifert. "Es gibt gute Gründe dafür." Über die Verteilung müsse natürlich diskutiert werden. "Aber erst dann, wenn man weiß, was es zu verteilen gibt", so Seifert. Die vorschnellen Diskussionen seien unglücklich.

Die Bundesliga sei die zweitgrößte Liga in Europa nach Umsatz. Man wolle auch in Zukunft diese Spitzenposition behaupten und günstige Ticketpreise verteidigen. Der Pay-TV-Sektor sei ausbaufähig.

+++ 14:56 Uhr: Reformen beim DFB +++

Rauball stellt klar: "Wir wollen es nicht beim DFB 2005 belassen, sondern einen DFB 2020 aufstellen". Über die Reformen wird beraten, der Skandal rund um die WM 2006 soll sorgfältig aufgeklärt werden.

+++ 14:52 Uhr: "Gibt noch keinen TV-Vertrag" +++

Rauball weiter: "Es gibt noch keinen TV-Vertrag". Er betont, dass der Ligavorstand wie üblich darüber entscheiden wird. In der Vergangenheit sei der Beschluss immer einstimmig erfolgt.

+++ 14:50 Uhr: St. Pauli zieht umstrittenen Antrag zurück +++

"Etwas anders als erwartet" hat sich die Versammlung abgespielt, sagt Rauball. Der FC St. Pauli hat in Person von Andreas Rettig noch vor Beginn der Veranstaltung seinen umstrittenen Antrag zurückgezogen.

Demnach sollten Werksklubs wie Bayer Leverkusen, Wolfsburg oder 1899 Hoffenheim komplett von der Verteilung der Einnahmen aus Fernsehgeldern ausgeschlossen werden.

+++ 14:48 Uhr: Los geht's +++

Die Beteiligten sind da. Die Pressekonferenz kann beginnen.

+++ 14:43 Uhr: Start in wenigen Minuten +++

Lange soll es nicht mehr dauern. Gleich beginnt die Pressekonferenz mit allen Ergebnissen. SPORT1 ist live vor Ort dabei.

+++ 14:32 Uhr: Noch keiner in Sicht +++

Die Ruhe vor dem Sturm? Noch ist das Podest leer, anscheinend dauern die Beratungen etwas länger. Hier sieht's fast aus wie in einem Gruselfilm...

© SPORT1

Indes haben Hans-Joachim Watzke und Max Eberl das Marriot Hotel in Frankfurt schon verlassen. Watzke: "Es gibt nichts zu berichten." Abwarten, was die Pressekonferenz gleich zu Tage bringt.

+++ Pressekonferenz beginnt gleich +++

Die offizielle Pressekonferenz mit dem kommisarischen DFB-Präsident Reinhard Rauball und dem DFL-Vorsitzenden Christian Seifert beginnt um 14.30 Uhr. Dann werden alle Neuigkeiten rund um die TV-Vermarktung bekannt gegeben.

+++ Grindel äußert sich +++

Reinhard Grindel, Nachfolgekandidat für den zurückgetretenen DFB-Präsidenten Wolfgang Niersbach, bemerkt am Rande der Veranstaltung, dass die Wahl des neuen DFB-Präsidenten frühestens im Februar 2016 stattfinden wird. Auch die Aufarbeitung rund um die WM 2006 verzögert sich auf diese Zeit. 

Außerdem beteuert er, dass der DFB die Bewerbung um die Europameisterschaft 2024 weiter vorantreiben will. Bezüglich TV-Rechte positioniert er sich klar für die Einhaltung der Zentralvermarktung als "hohes Gut".

+++ St. Pauli bringt Stein ins Rollen +++

Der FC St. Pauli hat mit seinem Antrag, sogenannte Werksklubs wie Bayer Leverkusen, den VfL Wolfsburg, 1899 Hoffenheim und womöglich bald auch Hannover 96 komplett von der Verteilung der Einnahmen aus Fernsehgeldern auszuschließen, für mächtig wirbel gesorgt. Heute beraten die DFL-Klubs über diesen Vorstoß.

+++ Bayern droht mit Ausstieg +++

Zuletzt drohte Bayerns Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge fast täglich mehr oder weniger direkt mit dem Ausstieg des Rekordmeisters aus der Zentralvermarktung des Profifußballs. Sein Klub sei zwar grundsätzlich bereit, "sich der zentralen Vermarktung unterzuordnen. Aber es gibt Grenzen, die hier nicht überschritten werden sollten", sagte Rummenigge zuletzt im kicker.

+++ Traditionsklubs wären Änderung nicht abgeneigt +++

Traditionsvereine wie Borussia DortmundFC Schalke 04Werder Bremen und Eintracht Frankfurt sind einer Änderung des Verteilungsschlüssels für die TV-Gelder nicht abgeneigt. Sie fordern, das Geld nicht mehr nur erfolgsabhängig zu auszuschütten. Sie pochen auf "weiche" Kriterien wie TV-Zuschauerzahlen, Fanaufkommen und Beliebtheit, bei denen es um die Reichweite der Klubs geht.

+++ Zweitligisten Tagen vorher +++

Die Zweitligisten müssen sogar befürchten, dass bei ihren 20 Prozent der Einnahmen gekürzt wird. Rummenigge machte daraus keinen Hehl: "Ich habe grundsätzlich kein Problem mit der Zweiten Liga. Sie ist Bestandteil der DFL. Die Zweitligisten müssen sich nur etwas realistischer einschätzen. Da braut sich sonst was zusammen."

Um das Schlimmste zu vermeiden und mit einer Stimme zu sprechen, trafen sich die Zweitligisten bereits am Dienstag zu einer Vorbesprechung beim FSV Frankfurt.

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