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Madrid - Weltmeister Toni Kroos rechnet mit seinem ehemaligen Coach beim FC Bayern ab. Für andere Trainer hat der Real-Star viel Lob übrig. Ein Rückkehr nach München schließt er aus.

Es mag etwas ruhiger geworden sein um Toni Kroos, seit er nicht mehr in der Bundesliga spielt. Trotzdem gehört der Weltmeister von 2014 zur fußballerischen Weltelite – sonst würde er nicht bei Real Madrid unter Vertrag stehen und dort unumstrittener Stammspieler sein.

Mit Blick auf seine Vergangenheit in Deutschland hat der Mittelfeldstratege der Königlichen ein bemerkenswert unverstelltes Interview in der Zeit gegeben, das nun auch online zu lesen ist.

SPORT1 stellt drei zentrale Aussagen des Interviews vor:

1. Generalabrechnung mit Klinsmann

Auf einen seiner ehemaligen Trainer beim FC Bayern ist Kroos alles andere als gut zu sprechen: Kurzzeittrainer Jürgen Klinsmann.

An die Adresse des früheren DFB-Teamchefs sagte der Weltmeister:  "Während seiner Zeit bei den Bayern habe ich persönlich alles vermisst: eine Spielidee, angemessene Kommunikation – und den Erfolg."

Kroos bestritt zudem, dass Klinsmann einen bedeutenden Anteil an dem WM-Titel der Nationalmannschaft im vergangenen Jahr gehabt habe.

2. Heynckes war wichtigster, Guardiola in vielem bester Trainer

Es kommt nicht so häufig vor, dass ein 25-Jähriger schon unter fünf verschiedenen Weltklasse-Trainern gespielt hat. Kroos hat sie alle erlebt – Jupp Heynckes, Louis van Gaal, Joachim Löw, Pep Guardiola, Carlo Ancelotti.

Sein Urteil: "Von der Spielidee her, vom Plan, wie man Gegner bespielt und der eigenen Mannschaft Lösungen präsentiert, war Pep der beste Trainer, den ich je hatte."

Den Verlauf seiner Karriere hat Kroos aber wohl einem anderen zu verdanken: Jupp Heynckes.

"Es haben viele gesehen, dass ich Talent habe. Aber den Mut, mir konstant die Möglichkeit zum Spielen zu geben, mir auch ein, zwei schlechtere Spiele zu verzeihen, da war er der Erste", sagte er über den zweifachen Champions-League-Sieger Heynckes.

Ähnlich wie Heynckes konnte sich Kroos auch immer der Unterstützung von Bundestrainer Joachim Löw gewiss sein. " Ich wusste zu jeder Zeit, wie viel er von mir hält. Nicht nur deshalb schätze ich ihn: Er versteht unglaublich viel von Fußball", sagte der Real-Star der Zeit.

Carlo Ancelotti, seinem einstigen Trainer bei Königlichen, trauert Kross derweil nach: "Er konnte die Erfolgsbedingungen am besten mixen: die taktische Idee, das Menschliche."

3. Rückkehr zu Bayern? Ausgeschlossen!

Die Zeitung konfrontiert den Spieler mit Aussagen zu seinem Ex-Klub – und entlockt ihm dabei kritische Bemerkungen.

These der Zeit: "Ich kann mir vorstellen, irgendwann zum FC Bayern zurückzukehren."

Antwort Kroos: "Stimmt nicht."

These der Zeit : "Karl-Heinz Rummenigge hatte bei mir immer ein gutes Händchen in Vertragsverhandlungen."

Antwort Kroos: "Stimmt nicht."

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