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SPORT1-Experte Thomas Strunz sieht beim FC Bayern diverse Unruheherde und vermutet Nervosität. Das Champions-League-Spiel gegen Juventus Turin sei richtungweisend sein.

Hallo Fußball-Freunde,

im Umfeld des FC Bayern hat sich einiges aufgestaut. Es wurde von außen bewusst Unruhe geschaffen.

Die drei Spiele in der Rückrunde waren sehr zäh, auch das 0:0 in Leverkusen. Sie haben das runtergespielt, aber mir fehlt bei ihnen aktuell der Esprit.

Vielleicht sind sie ein Stück weit nervös. Es wird jetzt immer zu Spannungen kommen, denn Pep Guardiola muss bei jeder Pressekonferenz über Manchester City sprechen. Er wirkt momentan nicht zufrieden.

Die Bayern haben jetzt ein ganz wichtiges Spiel gegen Juventus Turin. Die Saison wird an der Champions League gemessen und das merken sie gerade.

Irgendwas ist auch beim VfL Wolfsburg passiert.

Das Mannschaftsgefüge ist nicht mehr intakt. Sie können nach einem Rückstand nicht mehr zurückschlagen, so auch beim 0:3 auf Schalke.

Es ist mir zu einfach zu sagen, dass Kevin de Bruyne weg ist und deswegen jetzt nichts mehr funktioniert. Innerhalb der Mannschaft muss jetzt etwas passieren. Auswärts geht gar nichts beim VfL.

Einige Spieler sind außer Form. Ricardo Rodriguez zum Beispiel ist noch nicht in der Saison angekommen. Zudem fehlt Luiz Gustavo im Zentrum. Dieter Hecking muss jetzt ein System finden (News: Hecking verschärft das Traning). Ich habe das Gefühl, dass er in der Offensive zu viele gute Spieler hat, und manchmal hat er zu viel gewechselt. Jetzt muss er wieder für Stabilität sorgen.

Noch größere Probleme gibt es derweil bei Hannover. In der letzten Saison ging es eigentlich schon los. Die Zuschauer haben sich jetzt schon vom Verein verabschiedet (Schaaf: Angst lähmt ganz Hannover).

Salif Sane, der beste Spieler im Kader, spielt nicht - das verstehe ich nicht. Ich habe nicht das Gefühl, dass sich in Hannover etwas zum Positiven entwickeln wird. Hugo Almeida ist nicht fit und Manuel Schmiedebach ist alles andere als ein Zehner. Er kann nicht für die kreativen Momente sorgen.

Bis demnächst, Euer Thomas Strunz

Ex-Nationalspieler Thomas Strunz ist als Experte im Volkswagen Doppelpass tätig und wechselt sich in dieser Saison bei der sonntäglichen Doppelpass-Kolumne mit Thomas Berthold ab.

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