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Gelsenkirchen - Schalke 04 schlägt Borussia Mönchengladbach dank zweier glücklicher Tore und verdrängt die Fohlen von Platz vier. Torhüter Ralf Fährmann ist der überragende Mann.

Ein kurioses Billard-Eigentor und ein abgefälschter Glücksschuss haben FC Schalke 04 im Kampf um die Rückkehr in die Champions League zu einem mehr als schmeichelhaften Sieg verholfen.

Im Duell mit dem direkten Konkurrenten Borussia Mönchengladbach setzten sich die Königsblauen mit 2:1 (0:0) durch, weil Martin Hinteregger den Ball ins eigene Tor bugsierte (59.) und Granit Xhaka einen Fernschuss von Leon Goretzka (83.) unhaltbar abfälschte.

(Alle Tore und Highlights am Sonntag ab 9.15 Uhr in Bundesliga Pur und ab 11 Uhr im Volkswagen Doppelpass LIVE im TV auf SPORT1)

Die drückend überlegenen Gladbacher, für die bei einem knappen Dutzend bester Torchancen allein Andreas Christensen (79.) traf, mussten den vierten Tabellenplatz an die Gelsenkirchener abgeben. (DATENCENTER: Tabelle)

Sonderlob für Fährmann

Gladbach betrieb bei seinen 22 Torschüssen einen wahren Wucher, Schalke gab dagegen gerade einmal sechs Schüsse in Richtung des Tors von Yann Sommer ab.

"Auf der Anzeigetafel steht 2:1 für Schalke, aber wir haben sie gerade in der ersten Halbzeit phasenweise schwindlig gespielt", sagte Gladbachs Trainer André Schubert bei Sky: "Das Ergebnis ist schon sehr ärgerlich und kurios. Wenn man sieht, dass Schalke sich sehr wenig erspielt, ist das sehr bitter für uns."

Sein Gegenüber André Breitenreiter gab zu, dass seine Mannschaft "der absolut glückliche Sieger" war und hob Torhüter Ralf Fährmann hervor: "Was er für Glanzparaden gezeigt hat, war unglaublich. Er war unser großer Rückhalt."

Zweiter Sieg gegen Top-Fünf-Team

Jungstar Leroy Sané, der nach fünf Spielen Pause wieder von Beginn an spielen durfte, leitete mit einer Einzelaktion die völlig unverdiente Schalker Führung ein. Nach der Hereingabe des 20-Jährigen spielten Havard Nordtveit und Hinteregger unfreiwillig Doppelpass, bis der Ball ins Tor trudelte. (DATENCENTER: Ergebnisse und Spielplan)

Schalke gewann damit erst sein zweites Spiel gegen ein Top-Fünf-Team der Bundesliga, die Fohlen verschenkten den ersten Auswärtssieg seit dem 31. Oktober (4:1 in Berlin) leichtfertig.

© SPORT1

Während Gladbachs Trainer Schubert zum dritten Mal in Folge derselben Startelf sein Vertrauen schenkte, rotierte Schalke-Coach André Breitenreiter kräftig - personell und taktisch. Damit verwirrte er vor allem seine eigene Mannschaft. Auf gleich fünf Positionen veränderte er sein Team gegenüber dem 0:2 vor einer Woche bei Hertha BSC.

Überraschend kehrte Leon Goretzka nur gut drei Wochen nach seiner Schultereckgelenksprengung schon wieder auf den Platz zurück. (SERVICE: Die Statistiken zum Spiel)

Gladbacher Chancen-Wucher

Doch der 21-Jährige spielte nicht wie gewohnt auf der Doppel-Sechs, sondern als rechter Verteidiger in einer Fünfer-Abwehrkette. Die riesigen Lücken im Schalker Mittelfeld nutzten die Gäste für ihre Konter. Fast ungehindert kombinierten sie und erspielten sich schon vor der Pause eine ganze Reihe hochkarätiger Torchancen. (SERVICE: Das Spiel zum Nachlesen im TICKER)

Vor allem der Ex-Schalker Raffael hätte für eine Vorentscheidung zugunsten der Gladbacher sorgen können. Doch der Brasilianer scheiterte dreimal in aussichtsreicher Position (9., 34. und 48.), zweimal davon am starken Schalker Torhüter Ralf Fährmann. Auch Lars Stindl hatte zweimal die Führung auf dem Fuß (37. und 43.).

Kurz vor der Pause reagierte Schalke, Goretzka rückte wieder ins zentrale defensive Mittelfeld.

Comeback von André Hahn

Doch Gladbach blieb die bessere Mannschaft. Außer einer Chance von Max Meyer (37.) gelang den Gastgebern in der Offensive wenig, Pfiffe begleiteten sie in die Pause. Auch nach dem Schalker 1:0 hatten die Gäste die besseren Chancen, Mahmoud Dahoud traf die Latte (63.). In der 88. Minute retteten Fährmann und der Pfosten gegen Christensen in höchster Not.

Breitenreiter hatte neben dem gelbgesperrten Junior Caicara auch Dennis Aogo, Younes Belhanda, Klaas-Jan Huntelaar und Johannes Geis draußen gelassen. Offenbar auch, weil er im Hinspiel mit einem brutalen Foul André Hahn schwer verletzt hatte, wie der Coach bei Sky andeutete.

Der Gladbacher gab nach seiner Einwechslung in der 81. Minute sein Comeback.

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