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FC Augsburg v Hamburger SV - Bundesliga
Markus Weinzierl wird in der kommenden Saison wohl auf der Schalker Trainerbank Platz nehmen © Getty Images

Augsburg - Der FC Augsburg unterliegt dem Hamburger SV und beendet die Saison auf dem zwölften Tabellenplatz. Unklarheiten gibt es derweil um Trainer Markus Weinzierl.

Der millionenschwere Poker um die Zukunft von Markus Weinzierl ist noch nicht endgültig beendet.

Wie Manager Stefan Reuter beim letzten Saisonspiel des FC Augsburg gegen den Hamburger SV erklärte, plant der Verein auch in der kommenden Saison mit dem abwanderungswilligen und vom Ligarivalen Schalke 04 umworbenen Erfolgstrainer.

"Zu 100 Prozent auf der Bank"

"Es hat sich überhaupt nichts verändert an der Situation. Er hat Vertrag bei uns, das ist Stand der Dinge. Stand heute sitzt er zu 100 Prozent auf der Bank", sagte Reuter nach dem 1:3 (1:1) im letzten Saisonspiel gegen den Hamburger SV bei Sky.

Allerdings deutete der Weltmeister von 1990 an, dass in den nächsten Tagen Bewegung in die Personalie um den 41-jährigen Weinzierl kommen könnte.

Es geht um die Ablöse

"Die entscheidenden Gespräche sind noch nicht geführt worden", sagte Reuter. Dem Vernehmen nach verlangt der FCA für seinen Erfolgstrainer eine Ablöse von fünf Millionen Euro.

Nach Informationen von SPORT1 ist der Abgang von Weinzierl aber bereits beschlossene Sache und soll am Sonntag verkündet werden, wenn sich die Vereine über die Ablösemodalitäten bis dahin einig werden.

Schalke hatte bereits am Samstagnachmittag bekannt gegeben, die Zusammenarbeit mit Trainer André Breitenreiter trotz der Qualifikation für die Europa League mit sofortiger Wirkung zu beenden.

Niederlage bei mutmaßlichem Abschiedsspiel

Weinzierl hat sich derweil in seinem mutmaßlich letzten Spiel als Trainer des FC Augsburg eine Niederlage kassiert.

Zum Abschluss ihrer fünften Bundesliga-Saison unterlagen die Schwaben dem Hamburger SV mit 1:3 (1:1).

Beide Mannschaften hatten sich bereits am Spieltag zuvor endgültig den Klassenverbleib gesichert, die Spieler des FC Augsburg feierten dies sogar schon mit einem dreitägigen Ausflug nach Mallorca.

Bis 2020 in Augsburg bleiben wird dagegen Torjäger Alfred Finnbogason, der in der 11. Minute mit seinem siebten Saisontreffer das 1:0 erzielt hatte. (Das Spiel zum Nachlesen im LIVETICKER)

Michael Gregoritsch glich mit einem schönen Freistoß aus (36.) und legte in der 75. Minute aus kurzer Distanz noch einmal nach. Zudem lieferte der Österreicher bei teils wolkenbruchartigen Regenfällen die Vorlage zum zwischenzeitlichen 2:1 der Gäste durch Nicolai Müller (62.).

Bundesliga-Debüt

Die Hamburger traten vor 30.660 Zuschauern mit Regionalliga-Torhüter Tom Mickel an, nachdem Reserve-Keeper Jaroslav Drobny, zuletzt ein guter Ersatzmann für den verletzten Rene Adler, die Reise nach Augsburg aus Protest gegen die Umstände seines Abschieds boykottiert hatte. (Statistiken zum Spiel)

Alle Highlights der Partie am Sonntag, ab 9.15 Uhr in Bundesliga Pur im TV auf SPORT1

Mickel sah beim 0:1 und einem Missverständnis mit Johan Djourou schlecht aus, Finnbogason konnte mühelos einköpfen. Danach reagierte Hamburgs Schlussmann allerdings mehrfach hervorragend.

Augsburg hatte sich den Klassenverbleib am vergangenen Spieltag ausgerechnet durch ein 1:1 bei Schalke 04 gesichert. (SERVICE: Tabelle der Bundesliga)

"Es ist keine Selbstverständlichkeit, dass man als kleiner Verein international für Furore sorgt und in der Liga einen Spieltag vor Schluss seine Pflicht erfüllt", hatte Weinzierl betont.

"Großes Glück"

Er wird die Augsburger wohl trotz eines Vertrages bis 2019 verlassen. Dem Vernehmen nach geht es zwischen Augsburg und Schalke noch um die Ablösesumme. (SERVICE: Ergebnisse und Spielplan)

Unterdessen laufen in Augsburg die Planungen für die neue Saison. Vor dem Spiel hatte der FCA unter anderem den Kauf des bislang von Real Sociadad San Sebastian ausgeliehenen Finnbogason bekanntgegeben - er kostet vier Millionen Euro Ablöse. Ebenso bis 2020 bleibt Jeffrey Gouweleeuw. Markus Feulner unterschrieb für ein weiteres Jahr bis 2017.

"Es ist ein großes Glück", sagte Manager Stefan Reuter, "dass der Kader nahezu erhalten bleibt."

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