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Martin Andermatt
Martin Andermatt stieg mit dem SSV Ulm 1999 in die Bundesliga auf © imago

München - Dirk Schusters Wechsel von Darmstadt zum FC Augsburg rückt näher. Nach SPORT1-Informationen stünde mit Martin Andermatt ein Interessent auf die Nachfolge schon bereit.

Rüdiger Fritsch will sich nicht hetzen lassen. Der Präsident von Darmstadt 98 hat den Freigabewunsch von seinem Trainer Dirk Schuster am Mittwoch vernommen und plant nun in aller Ruhe die nächsten Schritte.

Die sollen wohl überlegt sein. "Wir befinden uns jetzt in einem Prozess, den wir analysieren. Und das werden wir die nächste Zeit tun", sagte der Klub-Boss zu SPORT1.

Und Fritsch betont: "Wir sprechen zur Zeit mit keinem Anderen. Es gibt keine Trennung von Dirk Schuster. Der Wunsch eines Trainers ist nicht gleichbedeutend mit einer Vertragsauflösung."

Da mag der Lilien-Lenker recht haben, dennoch stehen die Zeichen auf Abschied. Zumal Schuster die Herausforderung reizt, beim FC Augsburg als Nachfolger für den scheidenden Markus Weinzierl (Schalke 04) den nächsten Schritt zu gehen.

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SPORT1 weiß zudem: Als möglicher Schuster-Nachfolger stünde Martin Andermatt bereit.

"Extrem interessant und reizvoll"

Der 54-jährige Fußballlehrer, der 1999 mit dem Bundesliga-Aufstieg des SSV Ulm für Furore sorgte, wäre der Aufgabe keineswegs abgeneigt.

"Es gab noch keinen Anruf aus Darmstadt, aber es wäre eine extrem interessante und reizvolle Aufgabe. Ich könnte mir das mit dem Rüstzeug, das ich habe, gut vorstellen", sagte Andermatt im Gespräch mit SPORT1.

Und ergänzt: "Ich war es immer gewohnt, aus wenig vorhandenen Mitteln das Maximum rauszuholen. So wie ich den Klub verfolgt habe, würde das passen."

Der Verein habe das in den vergangenen Jahren "ganz hervorragend" gemacht, so Andermatt: Mit Dirk Schuster würde man einen Trainer verlieren, "der genau das verkörpert, was mir imponiert: Entschlossenheit und Bescheidenheit. Ich schätze so ein Arbeiten sehr."

In der Branche gehe es "immer alles sehr schnell, und in Darmstadt hat man sich mit Schuster total auf den Fußball konzentriert. Es hat sich in der zurückliegenden Saison gezeigt, dass die Vereine Erfolg hatten, bei denen solidarisch miteinander umgegangen wurde. Dort ist man als Team aufgetreten - so auch in Darmstadt."

Andermatt auch in der Schweiz erfolgreich

Andermatts größte Erfolge als Trainer waren neben dem Bundesliga-Aufstieg mit Ulm die Vize-Meisterschaft mit Young Boys Bern 2008. Seine erfolgreichste Zeit als Spieler hatte er von 1985 bis 1990 bei Grasshopper Zürich, wurde mit dem Klub Meister und Pokalsieger.

Der Schweizer leitete 2014/2015 in seiner Heimat zudem das Projekt "Zug 94", trainierte dort die erste Mannschaft, war Sportdirektor und begleitete 400 Jugendliche und 40 Trainer im Verein.  

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