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Bremen - Werder zeigt nach dem Wahnsinnsempfang eine Energieleistung im Abstiegskrimi gegen Frankfurt, Djilobodji schlägt spät zu. Frankfurt muss in die Relegation.

Nach einem Wahnsinns-Empfang durch tausende Fans hat sich Werder Bremen mit einem Erfolg im Abstiegsendspiel gegen Eintracht Frankfurt den Klassenerhalt gesichert und die Hessen in die Relegation geschickt.

Ein Tor von Papy Djilobodji in der 88. Minute besiegelte einen verdienten, aber hart erkämpften 1:0 (0:0)-Sieg gegen die Gäste, die sich nun in zwei Partien gegen den Zweitliga-Dritten 1. FC Nürnberg behaupten müssen. (Das Spiel zum Nachlesen im LIVETICKER)

Nach einem Freistoß und einer Kopfballverlängerung von Claudio Pizarro legte der eingewechselte Anthony Ujah quer, der aufgerückte Djilobodji drückte den Ball über die Linie. Nach dem Abpfiff brach in Bremen dann der Jubel los.

Das Tor ging zu 90 Prozent auf das Konto von Ujah, den Trainer Viktor Skripnik erst in der 60. Minute eingewechselt hatte. "Ich habe zu ihm gesagt: 'Heute kannst du in die Historie von Werder Bremen eingehen. Du kannst unseren Arsch retten'", freute sich Skripnik bei Sky über seinen erfolgreichen Joker.

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"Das war von der Dramaturgie her natürlich Wahnsinn", freute sich Bremens Geschäftsführer Thomas Eichin.

Alle Highlights der Partie am Sonntag, ab 9.15 Uhr in Bundesliga Pur im TV auf SPORT1

Bremens Anrennen mit Klassenerhalt belohnt

Letztlich gab das unermüdliche Anrennen der Norddeutschen den Ausschlag vor 42.100 Zuschauern zu ihren Gunsten. 

Eine Halbzeit lang stand die Deckung der Eintracht sehr sicher und geriet nur durch einen Freistoß von Zlatko Junuzovic (31.).

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In der Folgezeit allerdings konnten die Frankfurter diese konsante Abwehrarbeit nicht mehr fehlerfrei durchhalten. (Statistiken zum Spiel)

Wiedwald rettet Werder doppelt

Die Mannschaft von Eintracht-Trainer Niko Kovac hingegen stand bei ihren wenigen Gegenangriffen gleich zweimal dicht vor dem Führungstreffer.

Werder-Torhüter Felix Wiedwald war bei einem Kopfball von Änis Ben-Hatita (2.) und einem Distanzschuss von Makoto Hasebe (20.) gefordert.

Nach diesen beiden Szenen riss es Werder-Coach Skripnik förmlich von der Trainerbank, mit wütenden Handbewegungen mahnte er mehr Konzentration bei seinem Team an.

Eintracht ohne Meier und Zambrano

Erwartungsgemäß verzichtete Kovac zunächst auf den Einsatz von Alex Meier. Der Torjäger hatte zehn Wochen lang wegen einer Knieverletzung pausieren müssen. (SERVICE: Tabelle der Bundesliga)

Auch Innenverteiger Carlos Zambrano nahm zu Beginn auf der Auswechselbank Platz. Bei den Bremern ersetzte Nachwuchsspieler Maximilian Eggestein den gelbgesperrten Fin Bartels.

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Djilobodji rettet Bremen

Nach dem Seitenwechsel verstärkte sich der Druck der Grün-Weißen. Frankfurt kam kaum noch aus der eigenen Hälfte heraus.

Doch war das Skripnik noch nicht genug. Nach exakt einer Stunde ersetzte der Ukrainer Eggestein durch Torjäger Ujah, der Routinier Claudio Pizarro in der Sturmspitze unterstützen sollte. (SERVICE: Ergebnisse und Spielplan)

Schon drei Minuten später war Ujah an einer guten Angriffsaktion beteiligt, die Junuzovic allerdings überhastet abschloss. In der 68. Minute antwortete Kovac seinem Kollegen und schickte Zambrano für Ben-Hatira auf das Spielfeld. 

Sechs Minuten später hielt Lukas Hradecky gegen Ujah. Djilobodjis Treffer erlöste aber schließlich den Werder-Anhang.

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