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FC Schalke 04 Unveils Newly Signed Head Of Sport Christian Heidel
Christian Heidel beginnt seine Arbeit auf Schalke mit einem Erfolg © Getty Images

München - Nach zähen Verhandlungen kann Christian Heidel Markus Weinzierl verpflichten. Bei SPORT1 verrät Schalkes Sportvorstand, was er vom Trainer und von sich erwartet.

Am Donnerstagabend konnte Christian Heidel endlich einen Haken unter die Personalie Markus Weinzierl setzen. Und zum 53. Geburtstag auch seinen ersten großen Coup als Sportvorstand des FC Schalke 04 feiern.

Mit Weinzierl bekommen die Königsblauen ihren Wunschtrainer. Und mit ihm steigt die Hoffnung auf eine bessere sportliche Zukunft. Es war ein zähes Ringen um den ehemaligen Coach des FC Augsburg.

Im SPORT1-Interview, seinem ersten seit seinem Amtsantritt auf Schalke, spricht Heidel über die Weinzierl-Verpflichtung.

SPORT1: Herr Heidel, warum haben Sie sich für Markus Weinzierl als Ihren "Königstransfer" entschieden?

Christian Heidel: Ich habe in den Jahren meiner Tätigkeit in Mainz gelernt, dass die Trainerposition die wichtigste Position in einem Klub ist. Ein guter Trainer macht aus einer guten Mannschaft eine sehr gute. Markus Weinzierl hat in acht Jahren nur in zwei Klubs gearbeitet. Jahn Regensburg brachte er in die 2. Liga, den FC Augsburg etablierte er in der Bundesliga und führte ihn sogar in die Europa League. Ich bin sicher, dass er auch unsere junge Mannschaft weiterentwickeln wird.

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SPORT1: Was schätzen Sie an Weinzierl? 

Heidel: Intelligenz, Fachwissen, soziale Kompetenz und Ehrgeiz.

SPORT1: Weinzierl sagte, dass er auf Schalke nicht scheitern werde. Inwieweit braucht der Verein genau dieses neue Selbstbewusstsein?

Heidel: Im Vordergrund soll und muss immer der Verein stehen. Selbstbewusstsein, aber auch eine realistische Selbsteinschätzung sowie Respekt vor der Leistung der anderen sollten auf Schalke eine Selbstverständlichkeit sein oder werden.

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SPORT1: Wie kann Weinzierl Beständigkeit, Ruhe und Erfolg in den Verein bringen?

Heidel: Ein Trainer allein kann das nicht leisten. Schalke 04 muss ein Selbstverständnis entwickeln, dass Kontinuität in allen Bereichen, nicht nur beim Personal, die beste Basis für Erfolg ist. Wenn alle im und um den Verein verstehen, dass wir nur miteinander erfolgreich sein können, wird Schalke 04 seine große Kraft entfalten können. Dazu trägt natürlich die Ruhe in einem Verein bei. Das wird auch eine meiner Aufgaben sein. Über Schalke wird und soll immer geredet werden. Schalke soll nicht langweilig werden.

SPORT1: Wie soll sich der Klub mit Weinzierl verändern - sportlich und emotional?

Heidel: Die Schalker Fans sollen wissen, was Sie von Schalke erwarten dürfen und was sie von Schalke bekommen. Die Identität des Klubs und unseres Spiels müssen eindeutig sein. Wir wollen eine Spielphilosophie entwickeln und zukünftig und nachhaltig das Personal nach dieser Spielidee aussuchen. Das Personal wird sich immer mal verändern, die Philosophie muss bleiben. Das spart Geld und erhöht die Identifikation der Menschen mit dem Klub. Schalke muss seine Emotionalität auf jeden Fall behalten, denn Emotionen können auch große Kräfte entwickeln.

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