vergrößernverkleinern
FBL-GER-BUNDESLIGA-MOENCHENGLADBACH-INGOLSTADT
Oscar Wendt (2.v.r.) spielt seit 2011 für Borussia Mönchengladbach © Getty Images

Borussia Mönchengladbach hat gegen Ingolstadt den zehnten Bundesliga-Heimsieg in Serie gefeiert. Das Selbstvertrauen ist daher groß vor dem Duell mit dem FC Barcelona.

Yann Sommer zierte sich ein wenig. Der Torhüter von Borussia Mönchengladbach wollte zwar reden, aber nicht über den FC Barcelona. So sprach der Schweizer nach dem 2:0 (1:0)-Erfolg gegen den FC Ingolstadt zunächst lieber über "einen kleinen Wegweiser für die Meisterschaft" und über die "Geduld", die die Gladbacher in einem "schwierigen Spiel" aufgebracht hatten.

Doch nach einer erneuten Nachfrage blickte auch Sommer auf den Champions-League-Kracher am Mittwoch voraus und richtete mutige Worte an Neymar und Co.    

"Sie sind eine der besten Mannschaften der Welt. Wir haben viel Respekt, aber wir werden unseren Spielstil nicht wechseln. Wir werden versuchen, unser Spiel auch gegen Barcelona durchzuziehen", sagte Sommer.     

Das Selbstvertrauen war dabei deutlich herauszuhören. Zwar fiel der Erfolg gegen Ingolstadt unter die Kategorie Arbeitssieg, doch die Bilanz der Mannschaft von Trainer Andre Schubert kann sich sehen lassen.

Audio

Unglaubliche Heimserie

Zehn Bundesliga-Heimspiele hat die Borussia in Serie gewonnen, mit zehn Punkten hat sich der fünfmalige deutsche Meister nach fünf Spieltagen im breiten Verfolgerfeld von Spitzenreiter Bayern München festgesetzt.  

Dementsprechend zufrieden war auch Schubert nach dem verdienten Sieg durch die Tore von Lars Stindl (42.) und Oscar Wendt (76.). Die Mannschaft habe einen kleinen Reifeprozess gezeigt, sagte der Coach. Gegen einen unangenehm zu spielenden Gegner hat die vom starken Mahmoud Dahoud angetriebene Borussia Ruhe bewahrt und sich in der Chancenverwertung äußerst effizient präsentiert.     

"Mo war der kreative Punkt in dem Spiel", stellte Max Eberl fest. Der Gladbacher Sportdirektor fand sogar, "dass es gegen so einen Gegner ein perfektes Heimspiel war". Hätte der Ingolstädter Alfredo Morales seine Großchance in der ersten Minute genutzt, wäre Eberls Beurteilung vielleicht etwas anders ausgefallen.

"Wir haben klug gespielt"

Spielerisch ließ die Borussia bis in die zweite Hälfte hinein viele Wünsche offen, hielt aber die taktische Ordnung. "Wir haben klug gespielt", sagte Schubert. Niemand widersprach.  

Während sich die Borussia nun auf den Festtag in der Königsklasse freut, steckt Ingolstadt nach der vierten Niederlage in Folge mit nur einem Punkt im Tabellenkeller fest. "Wir dürfen keine Angst und keine Panik aufkommen lasen. Sonst geht es erst recht nach unten", sagte der Ex-Gladbacher Tobias Levels. Man sei allerdings nun in einer Situation, die schwer sei, so Levels.    

Kapitän Marvin Matip fühlte sich ein wenig an den Film "Und täglich grüßt das Murmeltier" erinnert. Ingolstadt bot dem Favoriten lange Paroli, investierte viel und stand am Ende doch wieder mit leeren Händen da. "Die Bilder gleichen sich", sagte Matip.    

Kauczinski blickte angesichts der ordentlichen Vorstellung seiner Mannschaft zuversichtlich in die Zukunft. "Ich glaube, dass wir aus diesem Auftritt Kraft ziehen können", sagte der FCI-Coach, der noch auf seinen ersten Sieg bei seinem neuen Arbeitgeber wartet. Zusätzlichen Druck verspürt er deswegen aber nicht.

"Ich verspüre nicht mehr Druck als am ersten Tag", sagte Kauczinski.    

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel