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Thomas Kessler jubelt: Kölns Torwart hat Gladbach mit diversen Paraden den letzten Nerv geraubt © imago

Der Keeper der Geißböcke steht nach der Verletzung seines Rivalen im Rheinderby plötzlich im Fokus. Das Vertrauen seines Trainer zahlt er bravourös zurück.

Peter Stöger ist bekanntlich niemand, der gerne mit Lob um sich wirft. So gesehen durfte sich Thomas Kessler durchaus ein wenig geschmeichelt fühlen. 

"Einen guten Torhüter" habe sein 1. FC Köln gehabt, befand der Trainer der Geißböcke nach dem Derbysieg in Gladbach. Wie immer in stoischer Wiener Gelassenheit. 

Dabei war Stögers Lobpreisung die Untertreibung des Wochenendes. Kölns Aushilfskeeper avancierte neben Siegtorschütze Marcel Risse zum zweiten Matchwinner.

Die etatmäßige Nummer zwei war im Derby nur deshalb zwischen die Pfosten gerückt, weil sich Stammkeeper Timo Horn am Knie verletzt hatte. So unverhofft Kessler zu seinem Einsatz kam, so sehr raubte er den Gladbachern mit seinen Paraden den Nerv.

Gegen Thorgan Hazard (5.) und Fabian Johnson (78.) rettete der 30-Jährige zwei Mal in höchster Not - und das waren nur die hochkarätigsten Möglichkeiten, die der Schlussmann entschärfte. 

Entsprechend glücklich war Kessler nach Abpfiff: "Es war definitiv ein besonderer Tag in meiner Karriere. Wenn man so will, habe ich vier Jahre auf diesen Tag hingearbeitet. Dass man so belohnt wird, das zeigt einfach, dass Arbeit honoriert wird." Mit letztem Satz bedankte er sich artig bei seinem Trainer.

Stöger mag nicht die großen Worte für Kessler übrig gehabt haben. Wozu denn auch? Manchmal kann man Menschen auch nur durch Vertrauen zu Höchstleistungen treiben. 

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