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Hamburg - Mit einem Kampfsieg zu Hause gegen 1899 Hoffenheim klettert der Hamburger SV weiter raus aus dem Tabellenkeller. Die Gäste zeigen eine schwache Vorstellung.

Dämpfer für Champions-League-Aspirant TSG Hoffenheim: Nach drei Siegen in Serie und dem Triumph gegen Tabellenführer Bayern München haben die Kraichgauer am Ende der Englischen Woche beim Hamburger SV mit 1:2 (1:1) verloren und ihre dritte Saisonpleite kassiert. (Das Spiel zum Nachlesen im Ticker)

Alle Highlights des Spieltags am Sonntag um 9.15 Uhr in Bundesliga Pur im TV auf SPORT1

Der HSV verschaffte sich vor allem dank Doppel-Torschütze Aaron Hunt Luft im Abstiegskampf. (Ergebnisse und Spielplan der Bundesliga)     

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Die Norddeutschen, die zum neunten Mal in Folge vor eigenem Publikum ungeschlagen blieben, gingen in der 25. Minute durch einen Freistoß von Ex-Nationalspieler Hunt in Führung. Für den Ausgleich sorgte zehn Minuten später Andrej Kramaric. (Tabelle der Bundesliga)

Kramaric mit zwölftem Saisontreffer

Dabei erzielte der Torjäger seinen zwölften Saisontreffer, gleichzeitig war es das 200. Auswärtstor in der Hoffenheimer Bundesliga-Geschichte. Mit seinem zweiten Treffer machte Hunt (75.) dann den HSV-Sieg perfekt.

Für den 30-Jährigen war es der erste Doppelpack seit dem 3. Mai 2014 - damals hatte er noch für Bremen beim 2:0 gegen Hertha BSC getroffen.       

Vor 53.565 Zuschauern im fast ausverkauften Volksparkstadion präsentierten sich beide Mannschaften zweikampfstark und stabil in der Defensive, was die Zahl der Torchancen spürbar drückte.

Nagelsmann schwärmt von der Stimmung

Die schmerzhafte Lektion von Hamburgs Trainer Markus Gisdol, Vorvorgänger von Julian Nagelsmann als Chefcoach bei 1899, nahm der hochgelobte Jungtrainer sportlich.

"Die Stimmung im HSV-Stadion ist schon fast ein Alleinstellungsmerkmal. Leider waren wir sehr seit weg von 100 Prozent Emotionalität", bekannte der 29-Jährige.

Geradezu genussvoll erklärte Gisdol nach dem achten Heimspiel der Norddeutschen hintereinander ohne Niederlage, wie er die Pläne des jungen Kollegen durchkreuzen konnte. "Wir konnten unsere technische Unterlegenheit nur durch totales Pressing kompensieren. Das war riskant, aber dieses Wagnis mussten wir eingehen", sagte der 47-Jährige.

1899: Demirbay schmerzlich vermisst  

In der ersten Halbzeit scheiterte Niklas Süle für Hoffenheim mit einem Drehschuss aus kurzer Distanz (21), für den HSV traf Filip Kostic (37.) mit einem verdeckten Flachschuss nur das Außennetz.  

Bemerkbar machte sich die Nagelsmann-Elf das Fehlen des Ex-Hamburgers Kerem Demirbay, der wegen Wadenproblemen nicht auflaufen konnte.

Trotz fünf verletzter Spieler wirkten die HSV-Aktionen durchaus strukturiert, auch Torhüter Christian Mathenia vertrat den angeschlagenen Stammkeeper Rene Adler problemlos.    

Nach dem Seitenwechsel war beiden Mannschaften anzumerken, dass sie mehr als ein Unentschieden wollten. Entsprechend ging man hüben wie drüben mehr ins Risiko, ohne jedoch zunächst zu klaren Einschussmöglichkeiten zu kommen.    

TSG mit Strafraum-Glück

Nach ziemlich genau einer Stunde geriet die TSG mehr und mehr unter Druck und hatte bei mehreren Strafraumsituationen Glück.

Kostic drosch in der 64. Minute eine Hereingabe freistehend über die Querlatte. Hoffenheim befreite sich vorerst aus dieser kritischen Lage, wurde dann aber von Hunt kalt erwischt.    

Doppel-Torschütze Hunt sowie der aufgrund seiner Dribbelstärke stets gefährliche Kostic verdienten sich in der Mannschaft von Trainer Markus Gisdol, der auch auch bei den Gästen auf der Bank saß, die besten Noten.

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