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Turin - Ein Aus in der Champions League gegen Juventus kommt für den FC Bayern nicht infrage. Deshalb hat Trainer Pep Guardiola eine spektakuläre Variante im Sinn.

Pep Guardiola gewährt selten Zugang zu den spannendsten Regionen seines Fußball-Hirns, doch dieser Satz lässt vor dem Achtelfinal-Hinspiel der Champions League bei Juventus aufhorchen:

"Vidal kann verschiedene Positionen spielen - auch in der Innenverteidigung."

Der Bayern-Trainer plant gegen die Italiener den Taktik-Hammer!

Weg von der Viererkette

Im Kalenderjahr 2016 spielte der FC Bayern bislang immer mit einer Vierer-Abwehrkette; doch in Turin lässt sich Guardiola eine ganz neue Variante einfallen.

Der Spanier schickt die Bayern mit der Taktik des Pokalfinales 2014 ins bislang wichtigste Spiel dieser Saison (Di., ab 20.15 Uhr im LIVE in unserem Sportradio SPORT1.fm und im TICKER, ab 19.50 Uhr Thema im Bitburger Fantalk im TV auf SPORT1). Und wirbelt seine Startelf durcheinander.

Bedeutet: Statt der Viererkette Bernat, Alaba, Kimmich, Lahm verteidigen ganz hinten wieder drei Mann. Alaba links, Vidal in der Mitte, Rafinha rechts.

Alonso und Thiago machen dicht

Davor macht eine Viererkette aus Bernat, Alonso, Thiago und Lahm das Mittelfeld dicht. Erinnerungen an Guardiolas erste Berliner Nacht gegen Borussia Dortmund (2:0) werden wach, als er BVB-Trainer Jürgen Klopp mit genau dieser Variante überraschte.

Arturo Vidal FC Bayern München
Arturo Vidal (r.) soll Pep Guardiolas Geheimwaffe gegen Juventus sein © Getty Images

Damals machte Pierre-Emile Hojbjerg auf der rechten Seite das Spiel seines Lebens und beschäftigte die starke Dortmunder Offensive.

SPORT1 erklärt: Gegen Juve sind die zentralen Mittelfeldspieler Alonso und Thiago der Abfangblock vor der Dreierkette. Die beiden Spanier sollen das Spiel nach Ballgewinnen sofort schnell machen, außen bekommen die kleinen Bernat und Lahm den Sprintbefehl.

Guardiola hat Respekt

Guardiola löst seine Innenverteidigung der letzten Wochen aus Alaba und Kimmich auf. So groß ist der Respekt vor dem Ex-Bayern Mario Mandzukic auf Turiner Seite. Der Kroate fiel fiel zuletzt drei Wochen lang wegen muskulärer Probleme aus, war beim Abschlusstraining aber dabei. Laut Trainer Massimiliano Allegri wird er von Beginn an spielen.

In jedem Fall braucht Guardiola hinten deshalb ein Gegenmittel - und das heißt eben Vidal. Es soll die Meisterprüfung des Chilenen im Bayern-Trikot werden, wenn er auf Mandzukic prallt.

Vidal ist heiß

"Sicherlich wird es die eine oder andere Spielsituation geben, in der wir aufeinandertreffen. Dann wird man sehen, wer aggressiver ist", deutete Vidal bereits im SPORT1-Interview an. Kimmich ist für diese Aufgabe noch nicht bereit.

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