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SV Darmstadt 98 v Borussia Moenchengladbach - Bundesliga
Andreas Christensen (r.) ist noch bis Sommer 2017 vom FC Chelsea ausgeliehen © Getty Images

Bern - Für die Borussia beginnt die neue Saison mit richtungsweisenden Spielen. In den Playoffs gegen Bern geht es um den Einzug in die Königsklasse. Und um mindestens 25 Millionen Euro.

Von null auf 100. Oder besser gesagt: Von null auf 25 Millionen.

So sieht das Motto von Borussia Mönchengladbach vor dem Hinspiel der Playoffs zur Champions League am Dienstag (ab 20.15 Uhr im LIVETICKER) bei den Young Boys Bern aus.

Denn das erste Pflichtspiel der neuen Saison ist für die Borussia ein klassischer Kaltstart. Dafür einer, bei dem es um eine Menge geht. Um mindestens 25 Millionen Euro.

"Keine einfache Situation"

"Das ist keine einfache Situation. Es geht in zwei der wichtigsten Spiele des Jahres, und du weißt erst mal gar nicht genau, wo du stehst. Das ist ein schwieriger Kaltstart", sagte Weltmeister Christoph Kramer dem kicker.

Die Gladbacher Millionen-Rechnung ist zum Großteil relativ simpel: Die UEFA belohnt die siegreichen Playoff-Teams mit zwei Millionen Euro, das große Geld wartet anschließend. Für die Teilnahme an der Gruppenphase gibt es zwölf Millionen Euro, für jeden Sieg 1,5 Millionen, für jedes Unentschieden immerhin noch 500.000 Euro.

Hinzu kämen für insgesamt vier Heimspiele nochmals rund 1,5 Millionen Euro pro Partie an Zuschauereinnahmen.

Komplexer Marktpool-Anteil

Komplexer ist das Prozedere beim sogenannten Marktpool-Anteil, also bei den Erlösen aus der TV-Vermarktung. Vor der vergangenen Saison hat die UEFA diesen Topf bis 2018 auf 482,9 Millionen Euro pro Jahr festgelegt.

Der deutsche Anteil am Marktpool ist immer erst nach der entsprechenden Saison verfügbar, in der Regel veröffentlicht die UEFA die einzelnen Ausschüttungen im Herbst. Zuletzt betrug der Anteil der Bundesliga rund 52 Millionen Euro.

Die Hälfte davon schüttet die UEFA entsprechend des Abschneidens in der vergangenen Bundesligasaison aus. Als Vierter bekommt Borussia laut des Verteilungsschlüssels zehn Prozent.

Die andere Hälfte der 52 Millionen Euro wird unter den vier deutschen Vertretern entsprechend der jeweiligen Anzahl absolvierter Begegnungen aufgeteilt. Heißt: Je weiter der Klub kommt, desto höher der Anteil am Kuchen. Parallel kommt es aber natürlich auch darauf an, wie weit die anderen deutschen Vereine kommen.

Mindestens 25 Millionen Euro

Grob und konservativ gerechnet, winken bei einem Einzug in die Gruppenphase der Königsklasse also mindestens 25 Millionen Euro, selbst wenn die Borussia keinen einzigen Punkt holen sollte. In der vergangenen Saison, als sich die Borussia als Dritter direkt qualifiziert hatte, standen nach einem Sieg, zwei Remis und dem Aus in der Gruppenphase etwas mehr als 30 Millionen Euro zu Buche.

Mit einem erneuten Geldsegen könnte sich die Borussia möglicherweise selbst beschenken. Denn nach wie vor haben die Gladbacher ein großes Interesse daran, Abwehrmann Andreas Christensen fest zu verpflichten.

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Bei SPORT1 hatte Manager Max Eberl zuletzt erklärt: "Unser Ziel ist die Gruppenphase. Was die Einnahmen bezüglich eines Transfers bedeuten würden, muss man erst einmal in Ruhe abwarten. Wir haben ein großes Thema mit Andreas Christensen. Aber dazu bedarf es erst einmal dem Einzug in die Champions League."

Für die Leihgabe vom FC Chelsea soll die Borussia zuletzt ein Angebot in Höhe von 17 Millionen Euro abgegeben haben, die Blues lehnten jedoch ab. Das letzte Wort ist aber noch nicht gesprochen. Wenn denn der Kaltstart gelingt.

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