Video

München - Borussia Dortmund kann nach dem Aus in Monaco mildernde Umstände anführen. Die Entscheidungen des Trainers sind nicht gerade hilfreich. Der SPORT1-Kommentar.

Erstmals seit acht Jahren finden die Halbfinals in der Champions-League ohne deutsche Mannschaft statt.

Nach dem unglücklichen Aus des FC Bayern gegen Titelverteidiger Real Madrid hat es auch für Borussia Dortmund gegen AS Monaco nicht gereicht.

Eine Woche nach dem 2:3 im Hinspiel in Dortmund war der BVB im Rückspiel im Fürstentum weitgehend chancenlos.

Die Borussia kann mildernde Umstände anführen. Der Bombenanschlag auf den Bus vor neun Tagen hat nicht nur die Leistung im Hinspiel maßgeblich beeinflusst, sondern wirkt weiter nach. Zumal das Team in Monaco unliebsam an den Vorfall erinnert wurde. Dass die Mannschaft diesmal wegen Sicherheitsbedenken 20 Minuten im Bus auf die Abfahrt zum Stadion warten musste, war nicht gerade förderlich.

Video

Die Leistung rein sportlich zu bewerten, fällt nach wie vor schwer.

Fakt ist, dass einige Spieler weit unter Normalform agierten.

Auch Trainer Thomas Tuchel hatte mit seinen personellen Entscheidungen nicht gerade ein glückliches Händchen. Die Variante mit Erik Durm und Nuri Sahin in der Startelf ging nach hinten los. Als sich Tuchel mit den Einwechslungen von Ousmane Dembele und Marcel Schmelzer selbst korrigierte, war es schon zu spät.

Tuchel gilt als Mastermind, als Taktikfuchs. Doch häufig ist Dortmunds Coach einfach zu verkopft. Will zu viel. Und überfordert damit seine eigenen Spieler.

BVB-Boss Hans-Joachim Watzke hatte zuletzt bei SPORT1 im Volkswagen Doppelpass gesagt, dass sich Tuchel mit seinem Ehrgeiz manchmal selbst im Weg steht.

Dieser Eindruck drängte sich auch in Monaco auf. Vielleicht wäre es besser gewesen, wenn Tuchel die Mannschaft nach den Vorkommnissen der letzten Woche ohne große Zwänge hätte aufspielen lassen. Diese Chance hat Tuchel vertan.

teilentwitternsammelnE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel