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Berlin und München - Helene Fischer gibt bei der Halbzeitshow des DFB-Pokals Vollgas - wird von den wütenden Fans aber geradezu übertönt. Gegen den DFB wird ebenfalls protestiert.

Von wegen atemlos: Mit einem anhaltenden Pfeifkonzert haben die Zuschauer des DFB-Pokalfinals zwischen Eintracht Frankfurt und Borussia Dortmund auf die Halbzeit-Show der Schlagersängerin Helene Fischer reagiert.

Die Pfiffe für die Entertainerin kamen in erster Linie aus dem Frankfurter Fanblock - überraschend waren sie nicht. Auf der Facebook-Seite "Traditionsvereine" war angekündigt worden, dass die rund 30.000 anwesenden Eintracht-Anhänger ihrem Unmut über den Auftritt hörbar Luft machen würden.

Fischer: "Habe beiden Teams die Daumen gedrückt"

Offenbar haben zudem in Frankfurt gleich mehrere Kneipen angekündigt, Freibier auszuschenken, wenn Fischer übertönt werden sollte. 

Grund für die Ablehnung ist unter anderem, dass Fischer als BVB-Sympathisantin gilt. Mehrfach hat sie sich schon im Trikot und mit Fan-Schal des BVB gezeigt. 

"Ich bin kein ausgewiesener Fan, ich habe beiden Mannschaften die Daumen gedrückt", sagte Fischer nach dem Spiel in der ARD und meinte mit Blick auf den angeblichen Wetteinsatz: "Glückwunsch an alle, die Wirte müssen jetzt ran."

Fanlager protestieren gegen DFB - Bobic übt Kritik

Die Pfiffe galten allerdings auch dem DFB, der den Fußball immer mehr als Show verkauft.

Frankfurts Sport-Vorstand Fredi Bobic äußerte nach der Partie Kritik an Fischers Auftritt. "Das hat beim Pokalfinale nichts zu suchen", sagte Bobic und ließ eine Begründung folgen: "Weil wir Fußball spielen und die wahren Fans des Fußballs haben in der Halbzeitpause keine Lust darauf."

Bereits vor dem Spiel hatten sich die beiden Fankurven solidarisiert und abwechselnd minutenlang gesungen: "Scheiß DFB". Auch als Katharina Witt den Pokal ins Stadion trug, waren einige Unmutsbekundungen zu hören. 

Auch ein Banner mit der Aufschrift "Krieg dem DFB" aus dem Fanblock des BVB war deutlich zu erkennen. Ähnliches war zuletzt im Block von Dynamo Dresden zu sehen. Dass aus beiden Fanlagern sowohl vor, während als auch nach dem Spiel nicht mit Pyroeinsatz gespart wurde, war wohl ebenfalls ein Zeichen an den DFB.

Helene Fischer beendete ihren Auftritt übrigens dennoch tapfer mit den Worten: "Danke Berlin." Im TV waren die Fans deutlich leiser, weil Tontechniker die Unmutsbekundungen runter regelten.  

In den sozialen Medien fiel die Reaktion auf den Auftritt eindeutig aus: 

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