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Über den DFB-Pokal will sich Eintracht Frankfurt für die Europa League qualifizieren. Im Falle einer Final-Pleite könnte der Klub viele Leistungsträger verlieren.

Für Niko Kovac gibt es keinen Zweifel. 

"Ich habe noch zwei Jahre Vertrag und bleibe hier", sagt der Trainer von Eintracht Frankfurt vor dem DFB-Pokal-Finale gegen Borussia Dortmund (Sa., ab 20 Uhr LIVE in unserem Sportradio SPORT1.fm und im LIVETICKER).

Ein Signal, das zum gegenwärtigen Zeitpunkt wie gerufen kommt für Fredi Bobic und Bruno Hübner. 

Der Name Kovac ist nur einer von vielen Punkten auf der langen To-Do-Liste der Eintracht-Bosse. Zuletzt war ihr Coach mehrfach mit Bayer Leverkusen in Verbindung gebracht worden. Nun herrscht also zumindest auf diesem Posten Klarheit.

Für die übrige Kaderplanung kann man das nicht behaupten. 

Sportvorstand Bobic hat keine andere Wahl, als auf den Ausgang des Endspiels zu warten. 

Denn dieser wird maßgeblich darüber entscheiden, mit welchem Personal Frankfurt in die kommende Saison geht. Im schlimmsten Fall droht der Eintracht sogar der Ausverkauf. 

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Viele Fragezeichen

Kapitän Alexander Meier könnte nach 13 Jahren Eintracht den Schritt ins Ausland wagen. Der Vertrag von Haris Seferovic läuft im Sommer aus.

Zudem müssen ausgeliehene Stammkräfte wie etwa Abwehr-Juwel Jesus Vallejo (Real Madrid), Defensiv-Allrounder Michael Hector (FC Chelsea) oder Stürmer Ante Rebic (AC Florenz) - Stand jetzt - zu ihren Klubs zurückkehren. 

Um solche Spieler ein weiteres Jahr zu halten, ist eine attraktivere sportliche Perspektive erforderlich.

Diese wäre durch einen Sieg im Pokal-Finale geschaffen, hätte man mit einem Triumph über den BVB doch einen Startplatz in der UEFA Europa League sicher.

Zumal man Säulen wie Marco Fabian oder Omar Mascarell, insbesondere aber Torwart Lukas Hradecky, mit einer Teilnahme am internationalen Wettbewerb einen Verbleib in Frankfurt schmackhafter machen würde.

Eintracht-Idol Bein hofft auf Titel

"Es wäre wichtig, wenn das Team zum Großteil zusammenbleibt. So kann sich der Klub etwas aufbauen und auch in der nächsten Saison wieder eine sehr gute Rolle spielen", sagt Eintracht-Legende und Weltmeister von 1990, Uwe Bein, bei SPORT1.

Uwe Bein spielte von 1989 bis 1994 für Eintracht Frankfurt © SPORT1

"Die zusätzliche Qualifikation für den Europapokal wäre finanziell sehr lukrativ. Dann könnte man vielleicht auch den einen oder anderen Spieler holen, den man sonst nicht bekommt", sagt Bein. 

Appell an Torwart-Held Hradecky

In jedem Fall hätte die Eintracht bessere Chancen, den umworbenen Hradecky zu halten.

Frankfurts Held im Pokal-Halbfinale hat viele Angebote von anderen Klubs und zögert auch deshalb seit Monaten mit einer Verlängerung seines 2018 auslaufenden Vertrags. 

"Ich kann nur hoffen, dass sich Hradecky genau überlegt, was er macht. Er kann und wird irgendwann den Schritt zu einem Top-Klub machen, weil er die Qualität hat, aber ein oder zwei weitere Jahre Frankfurt würden ihm und uns nicht schaden", glaubt Bein.

Vielleicht nimmt sich Hradecky ja auch ein Beispiel an seinem Trainer. Deutlicher als Kovac kann man sich in der momentanen sportlichen Situation nicht zu seinem Klub bekennen. 

Frankfurt werde auseinander brechen, sagte Bobic in einem Interview mit dem Tagesspiegel.

Er meinte das in Bezug auf die Riesenparty im Falle eines Pokalsiegs. Bei einer Niederlage allerdings könnte die Mannschaft auseinander brechen...

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