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Switzerland v France - Group A: UEFA Euro 2016
Breel Embolo sorgt bei der EM für Aufsehen. © Getty Images

Paris - Breel Embolo macht bei der EM auf sich aufmerksam. Das Schweizer Sturm-Juwel soll ein heißer Kandidat beim FC Schalke sein. Für die Königsblauen wäre das der Königstransfer.

Liverpool, Tottenham, Manchester United, Wolfsburg, Dortmund, Gladbach, Leipzig und sogar Real Madrid.

Die Liste der Klubs, die angeblich an einer Verpflichtung des Schweizer Sturm-Juwels  Breel Embolo interessiert sind, oder gewesen sein sollen, ist lang und prominent. Nachdem RB Leipzig am Montag öffentlich Abstand von einer Verpflichtung Embolos nahm, kommt neuer Schwung in das Thema.

Bundesliga als Wunschziel

Nach Informationen der Schweizer Boulevardzeitung Blick ist momentan der FC Schalke 04 ein ganz heißer Kandidat auf die Verpflichtung des kantigen Angreifers.

"Ja, das könnte gut sein", antwortete Embolo im Gespräch mit SPORT1 auf die Frage, ob sein nächster Klub in der Bundesliga spielt. "Vielleicht schon bald" werde die Entscheidung fallen, ergänzte er und ging grinsend davon.

20 Millionen Euro hätte Leipzig für den 19-Jährigen vom FC Basel angeblich bezahlt. Aber ist Embolo so viel Geld wert? Bei den Summen, die für manch anderen Profi derzeit gehandelt werden, lautet die Antwort schlicht und einfach: ja.

Robust, schnell, abschlussstark

Bei der EM 2016 hatte er im letzten Gruppenspiel seiner Schweizer gegen Frankreich die erste Gelegenheit, sich in der Startelf auf der ganz großen Bühne zu präsentieren. Und hinterließ gleich mal Eindruck.

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"Pogba sagte mir, ich sei körperlich sehr stark", verriet Embolo nach der Partie. Von Statur und Frisurengeschmack her erinnert der Mittelstürmer an den jungen Mario Balotelli. Den bezeichnete Embolo auch schon mal als Vorbild.

Er ist robust, schnell und abschlussstark. Embolo ist nicht nur der klassische Neuner, der vorne die Tore macht, sondern er hat - ähnlich wie Balotelli, wenn er denn mal mag - auch fußballerisch einiges drauf. Neben der Position in der Mitte kann er auch auf den rechten Flügel ausweichen und ist für einen Spieler seiner Statur ungewöhnlich stark im Dribbling.

Eskapaden a la Balotelli sind von Embolo allerdings nicht bekannt.

Erfolgsgarant des FC Basel

Embolo wurde in Kamerun geboren und wanderte als Kind mit seiner Mutter in die Schweiz aus. Hier wechselte er mit 13 Jahren in die Jugendabteilung des FC Basel, den er mit jeweils zehn Treffern in den vergangenen beiden Spielzeiten mit zur Meisterschaft schoss.

Trotz seiner jungen Jahre macht Embolo schon einen recht reifen Eindruck. Ansprüche auf den Platz in der Startelf meldet der Liebling der Schweizer Fans jedenfalls trotz der guten Leistung gegen Frankreich nicht an.

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"Am Schluss hat der Trainer den Plan für die Mannschaft und vielleicht sieht er, dass ich mehr bringe, wenn ich erst später reinkomme", sagte Embolo zu SPORT1 und freute sich sogar auf ein mögliches Achtelfinale gegen das DFB-Team:

"Natürlich will man Deutschland eigentlich noch nicht. Umgekehrt wäre das aber auch ein sehr, sehr tolles Spiel. Gerade ich als junger Spieler könnte da tolle Erfahrungen sammeln."

Embolo als Huntelaar-Nachfolger?

Darum geht es auch beim anstehenden Vereinswechsel. Embolo will den nächsten Schritt machen, bevorzugt zu einem Bundesligaverein, bei dem er auf Anhieb viel Spielzeit bekommt. "Ich bin offen für alles", sagte er.

Klingt wie gemalt für Schalke, wo der langjährige Torjäger Klaas-Jan Huntelaar vor dem Abschied steht. Die Investition sollte zu stemmen sein, wenn man den möglichen Abgang von Leroy Sane einrechnet.

Der neue Sportvorstand Christian Heidel hatte unlängst drei weitere Neuzugänge in Aussicht gestellt. Embolo wäre so etwas wie der Königstransfer.

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