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© SPORT1-Grafik: Philipp Heinemann/Getty Images

Gelsenkirchen - Im letzten Test gegen Ungarn klappte noch nicht alles. In der Offensive hat Bundestrainer Joachim Löw mehrere Optionen. SPORT1 spielt seine Varianten durch

Der finale Countdown läuft.

Bundestrainer Joachim Löw und seine Mannschaft haben noch Arbeit bis zum Auftakt der Europameisterschaft vor sich, trotz des überzeugenden 2:0 im letzten Test gegen Ungarn.

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Vor allem muss noch am Feinschliff und den Abläufen gearbeitet werden. Gegen Ungarn half es sehr, dass Leistungsträger wie Toni Kroos, Mesut Özil und Thomas Müller zurückkehrten.

Löw muss auch entscheiden, wer nach dem verletzungsbedingten EM-Aus von Marco Reus die Rolle des Dortmunders auf der linken Seite übernehmen soll und wer im Sturmzentrum spielt.

Auf wen wird Löw setzen? Wie flexibel gestaltet er die Offensive? SPORT1 spielt mögliche Aufstellungs-Varianten durch.

EM-Variante (so könnte das DFB-Team in Frankreich spielen)

Bei der WM füllte Özil die Reus-Lücke aus, die ganz großen Akzente setzte er allerdings nicht. Der Profi des FC Arsenal fühlt sich eigentlich im zentralen offensiven Mittelfeld wohler. Hier kann er seine Stärken als Vorbereiter noch besser einsetzen.

"Die Saison 2014 ging angesichts seiner Klasse etwas an ihm vorbei. Diese Saison hat er sehr gut gespielt. Er wirkt sehr dynamisch und spielfreudig", lobte Löw ihn zuletzt.

Für den Platz im Sturmzentrum bietet sich der formstarke Mario Gomez an, und auch Mario Götze ist nach einer für ihn unbefriedigenden Saison beim FC Bayern wieder im Aufwind.

Julian Draxler, Leroy Sane, Andre Schürrle und Lukas Podolski kämpfen um einen Platz in der Startelf. Draxler und Sane hatten zuletzt zwar leichte Vorteile, doch Podolski reiste mit gestärktem Selbstvertrauen aus der Türkei an. Auf der rechten Seite ist Müller gesetzt.

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WM-Variante (mit Gomez für Klose)

Das DFB-Team hat bereits eindrucksvoll bewiesen, dass es Marco Reus ersetzen kann.

In Brasilien spielte Özil auf der linken Seite, Müller auf rechts, Miroslav Klose im Sturmzentrum. Toni Kroos war der Lenker im Mittelfeld und hat auch in den Länderspielen im März stark Regie geführt. Gomez könnte Kloses Platz einnehmen, Götze auch – je nach Gegner und Spielverlauf.

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WM-Finaltor-Variante

Im WM-Endspiel 2014 wurden Schürrle (für den verletzten Christoph Kramer) und kurz vor Ende der regulären Spielzeit Götze (für Klose) eingewechselt. Özil rückte ins Zentrum, Kroos verteilte die Bälle. Der Rest ist bekannt.

Ob Schürrle es bei der EM in die Mannschaft schafft, bleibt allerdings abzuwarten.

Brechstangen-Variante

Wenn ein Rückstand aufgeholt werden muss oder es der Spielstand erlaubt, könnte es Löw mit zwei Spitzen versuchen. Das Duo Gomez und Podolski wäre eine eher rustikale Option. Gomez und Götze oder Gomez und Müller wären wahrscheinlichere Varianten.

Auf der Außenposition (links oder rechts) wäre Sane mit seiner Schnelligkeit und Stärke im direkten Duell eine sehr gute Lösung – gerade gegen müde werdende Gegner.

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Wie auch immer sich Löw entscheidet: Er hat trotz des Ausfalls von Reus zahlreiche Möglichkeiten. Um die Offensive muss er sich nicht sorgen.

Einen Makel gibt es allerdings dennoch: die Abschlussschwäche. Vor dem Tor muss das DFB-Team effektiver werden.

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