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David De Gea kassierte mit Spanien im letzten EM-Test eine peinliche Pleite gegen Georgien © Getty Images

München - Nach der 0:1-Blamage gegen Fußball-Zwerg Georgien im letzten EM-Testspiel erntet Spanien Hohn. Nur Trainer Vicente del Bosque verbreitet tapfer Zuversicht

Drastischer hätte die Kritik an Spaniens blamierten Europameistern kaum ausfallen können. "Du sollst dich nicht ablenken lassen", schrieb die Sportzeitung Marca auf ihrer Titelseite dem Ex-Weltmeister nach dessen 0:1-Desaster gegen Fußball-Zwerg Georgien gleich mehr als zwei Dutzend Mal ins Stammbuch.

Wie dumme Schuljungen wurden die hochbezahlten Profis von der spanischen Sportpresse abgekanzelt, bevor sie sich auf den Weg zu ihrem EM-Quartier auf der Ile de Re machten - im wahrsten Sinne des Wortes reif für die Insel.

Spanien über weite Strecken uninspiriert

Das Publikum in Getafe, das sich auf einen entspannten Abend mit vielen Toren gefreut hatte, traute seinen Augen nicht. Schablonenhaft und uninspiriert rannten die Gastgeber gegen das Abwehrbollwerk des Weltranglisten-137. an. Und als Tornike Okriaschwili in der 42. Minute für die Gäste traf, war die verpatzte spanische EM-Generalprobe perfekt. 

Noch vor einer Woche hatte La Roja das Team Südkoreas mit 6:1 deklassiert. Und mit Blick auf dieses Resultat und dem Hinweis, dass man seit März 2015 ungeschlagen geblieben war, verbreitete Trainer Vicente del Bosque tapfer Zuversicht.

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"Wir haben ein Kontertor eingefangen, aber wir haben nicht fürchterlich schlecht gespielt. Wir waren diesmal nur nicht in der Lage, eine sehr gut organisierte Deckung zu knacken", sagte der 65-Jährige vor der Abreise zur EM-Endrunde nach Frankreich.

Im ersten Vorrundenspiel am 13. Juni (ab 15.00 Uhr im LIVETICKER) in Toulouse gegen Ex-Europameister Tschechien wird sich zeigen, ob del Bosque die richtige Mischung aus Routiniers und Newcomern auf den Platz bringt. Zwar nominierte der Coach immerhin zehn EM-Neulinge für seinen Kader, doch auch fünf Europameister von 2008 gehören nach wie vor zum spanischen Aufgebot.

Del Bosque bleibt zuversichtlich

Erinnerungen wurden wach an die desaströse WM-Endrunde 2014 in Brasilien, als der seinerzeit amtierende Weltmeister bereits in der Vorrunde nach Niederlagen gegen Chile und die Niederlande ausschied.

Doch auch angesichts weiterer starker Vorrundengegner wie Kroatien und der Türkei weigerte sich del Bosque, seine hochgesteckten Ziele mit der spanischen Mannschaft herunterzufahren: "Im Sport muss man Ergebnisse akzeptieren. Aber unsere Niederlage sollte und wird nicht dazu führen, dass wir ängstlich zur EM fahren."

Auch Löw warnt weiter vor Spanien

Denn mit einem Misserfolg seine Trainerkarriere beenden, das möchte der ehemalige Nationalspieler und langjährige Profi von Real Madrid auf keinen Fall. "Wir setzen uns keine Grenzen. Wir können doch nicht sagen, dass wir glücklich sind, wenn wir das Halbfinale erreicht haben", erklärte del Bosque.

Und auch Joachim Löw hat die Spanier ungeachtet ihres Ausrutschers gegen Georgien keineswegs abgeschrieben - und sieht in den Iberern nach wie vor einen höchst gefährlichen Kontrahenten: "Diese Mannschaft ist Extraklasse und spielt auf allerhöchstem Niveau. Testergebnisse bewerte ich nie so wie Spiele bei Turnieren."

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