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Trainer Fernando Santos (l.) und Cristiano Ronaldo sind mit dem Siegerpokal gelandet
Trainer Fernando Santos (l.) und Cristiano Ronaldo sind mit dem Siegerpokal gelandet © Getty Images

München - Ronaldo und Co. sind mit dem Pokal gelandet. Ein Kind sorgt für die rührendste Geste der EM. Ronaldos Mutter schimpft. SPORT1 hat die Infos zum EM-Finale.

Die EM in Frankreich vom 10. Juni bis 10. Juli ist das Fußball-Highlight des Jahres. Gastgeber Frankreich verpasst den Triumph im eigenen Land, Finalgegner Portugal triumphiert sensationell.

SPORT1 hat alle Infos zur EM.

Die Top-Themen:

  • RÜHREND: Kleiner Portugal-Fan muntert Franzosen auf (13.00 Uhr)
  • ENTTÄUSCHUNG: Griezmann schreibt Weltfußballer-Titel ab (11.38 Uhr) 
  • EHRE: Portugiesen erhalten Verdienstorden (11.01 Uhr)

Finale:

Portugal - Frankreich 1:0 n.V.

+++ 15.28 Uhr: Drei Deutsche im UEFA-Team der EM +++

Mit Joshua Kimmich, Jerome Boateng und Toni Kroos haben es drei Deutsche in die von der UEFA ausgewählten Mannschaft der EM 2016 geschafft.

Von Europameister Portugal sind Rui Patricio, Pepe, Neu-Dortmunder Raphael Guerreiro und Cristiano Ronaldo im Team. 

+++ 15.20 Uhr: Griezmann ist Spieler der EM 2016 +++

Die UEFA hat Frankreichs Antoine Griezmann zum Spieler der EM 2016 ernannt.

Der Angreifer vo Altetico Madrid schloss das Turnier mit sechs Toren und zwei Assists ab.

"Antoine Griezmann war eine Bedrohung in jedem Spiel, in dem er auf dem Platz stand", begründerte UEFA-Chef-Offizier Ioan Lupescu. "Er hat hat für sein Team gearbeitet und vefügt über Technik, Übersicht und Qualitäten im Abschluss. Die technischen Beobachter waren einstimmig der Meinung, dass er der herausragende Spieler des Turniers war."

+++ 14.59 Uhr: Kroos gratuliert Real-Kollegen +++

Nationalspieler Toni Kroos hat seinen Mannschaftskollegen bei Real Madrid, Cristiano Ronaldo und Pepe, zum EM-Titel beglückwünscht.

+++ 14.16 Uhr: Portugal begeistert empfangen +++

Der neue Europameister Portugal ist am Montag begeistert auf dem Flughafen Humberto Delgado in Lissabon empfangen worden.

Begleitet von zwei Kampfjets setzte die Maschine aus Paris mit leichter Verspätung um 13.39 Uhr in der Hauptstadt auf. Ursprünglich war die Ankunft für 13.15 Uhr geplant.

Löschfahrzeuge der Flughafenfeuerwehr versprühten zur Begrüßung Wasserfontänen in den Landesfarben grün und rot, ehe das Team bei strahlendem Sonnenschein die Maschine verließ. Zuerst traten Superstar Cristiano Ronaldo und Trainer Fernando Santos aus der Tür und streckten gemeinsam den silbernen Pokal in die Luft.

Anschließend startete die Mannschaft in zwei offenen Doppeldeckerbussen mit der Aufschrift "Campeões" (Meister) zu einer Siegesfahrt durch die Hauptstadt. Aus Boxen an den Bussen erklang dazu "We are the champions". Zehntausende Fans warteten entlang der Strecke.

+++ 13.29 Uhr: Positives Sicherheitsfazit +++

Der französische Innenminister Bernard Cazeneuve hat trotz der Hooligan-Ausschreitungen zu Beginn der EM ein positives Sicherheitsfazit gezogen.

Die EM sei trotz der sehr hohen Gefahrenlage ein voller Erfolg gewesen, sagte Cazeneuve und lobte die Sicherheitskräfte sowie die gute Zusammenarbeit "zwischen dem Staat, den Organisatoren und den Austragungsorten".

Cazeneuve betonte zudem, wie wichtig die Nachrichtendienste für die EM gewesen seien. Im Jahr 2016 seien 150 Personen wegen terroristischer Aktivitäten verhaftet worden.

"Diese wichtige Arbeit hat uns geholfen, die EURO 2016 in einem sicheren Zustand zu erleben", sagte der Politiker.

Die terroristische Bedrohung bleibe aber, so der Innenminister und forderte zu "Wachsamkeit im Sommer" auf.

Während der EM hat es 1550 Festnahmen gegeben, es kam zu 59 Verurteilungen. 64 Personen wurden des Landes verwiesen, 32 erhielt ein Einreiseverbot. Die Ausschreitungen in Marseille, als sich am 11. Juni russische und englische Hooligans wüste Schlägereien mit mehreren Verletzten lieferten, seien "nicht akzeptabel" gewesen.

+++ 13.00 Uhr: Kind sorgt für rührendsten EM-Moment +++

Nach all den Krawallen in den vergangenen EM-Wochen hat ein Kind gezeigt, dass Fußball auch solidarisch sein und Menschen verbinden kann.

Als ein französischer Anhänger nach der bitteren Final-Pleite (0:1 n.V.) in Tränen ausbrach, munterte ihn ein kleiner Junge im Portugal-Trikot auf. Der Franzose dankte es ihm mit einer herzlichen Umarmung. Diese wunderbare Geste geht um die Welt.

+++ 12.47 Uhr: Portguiesen gedenken Eusebio +++

Große Geste des portugiesischen Teams: Der EM-Sieger hat auf seiner Heimreise der verstorbenen Stürmer-Legende Eusebio gedacht.

Der "Schwarze Panther", der 1966 WM-Dritter mit Portugal geworden war, starb vor zwei Jahren an einem Herzstillstand. 

+++ 12.20 Uhr: Ronaldo ist verliebt +++

Echte Liebe. Cristiano Ronaldo scheint den EM-Pokal gar nicht mehr hergeben zu wollen. Auf Instagram bekennt er sich und schreibt: "Te amo".

+++ 12.03 Uhr: Isländer rühmen sich +++

Fußball-Zwerg Island hat nach der Europameisterschaft einen Grund mehr, um stolz auf die eigene Leistung zu sein.

Die beiden isländischen Sportjournalisten Alexander Einarsson und Brynjar Ingi Erluson, die den Twitter-Account "Icelandic Football" leiten, haben Gruppengegner Portugal zum Sieg gratuliert - aber auch ein wenig gegen ihn gestichelt.

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"Glückwunsch Portugal. Ihr habt es nicht geschafft, Island zu erobern - aber Europa."

Und: "Island wird sich immer darüber freuen, dass wir mehr Spiele nach regulärer Spielzeit gewonnen haben, als der Champion. Nicht schlecht für das erste Turnier."

Beide Mannschaften trennten sich in der Vorrunde 1:1. Portugal spielte drei Mal Remis, schlug nur Wales (2:0) im Halbfinale nach 90 Minuten. Island dagegen bezwang Österreich in der Vorrunde und im Achtelfinale sensationell England - jeweils mit 2:1.

+++ 11.38 Uhr: Griezmann schreibt Ballon d'Or ab +++

Nach dem verlorenen EM-Finale hat Frankreichs Top-Torjäger Antoine Griezmann seine Hoffnungen auf den Weltfußballer-Titel begraben.

"Ich wollte die Europameisterschaft gewinnen und danach vielleicht an den Ballon d'Or denken. Aber das Thema ist für mich vom Tisch", sagte Griezmann der Marca.

Der Profi von Atletico Madrid geht davon aus, dass sein Gegenüber Cristiano Ronaldo zum vierten Mal triumphiert: "Der Ballon d'Or ist ihm quasi sicher. Er hat schließlich die wichtigsten Trophäen in diesem Jahr gewonnen."

Griezmann hatte bereits im Mai gegen Ronaldo das Nachsehen. Der Portugiese gewann mit Real Madrid die Champions League in Mailand. 

Immerhin wurde der 25-Jährige mit sechs Treffern EM-Torschützenkönig.

+++ 11.17 Uhr: Ronaldos Schwester wird emotional +++

Die ganze Familie von Cristiano Ronaldo feiert den EM-Titel.

Nach Mutter Dolores Aveiro (siehe 7.52 Uhr) wird auch Schwester Katia emotional und beglückwünscht den Superstar Portugals und dessen Teamkollegen.

"Cristiano vergoss Tränen der Trauer und Schmerzen. Er konnte seinen Mitspieler nicht bis zum Schluss helfen, um seiner geliebten Heimat einen Titel zu schenken. Aber Jesus ist gerecht und ließ am Ende die Gerechtigkeit siegen. Der Traum wurde verwirklicht. Wir sind die Champions", so Aveiro bei Instagram.

+++ 11.13 Uhr: 2,12 Tore im Schnitt bei EM +++

In den 51 Spielen der EM in Frankreich sind 108 Tore gefallen.

Das entspricht einem Schnitt von 2,12 Treffern pro Begegnung. 47 Tore wurden mit rechts erzielt, so auch das Siegtor des Portugiesen Eder im Finale gegen Frankreich. Hinzu kommen nach Angaben der Europäischen Fußball-Union (UEFA) 37 Tore mit dem linken Fuß und 24 Kopfballtreffer.

Bei der EURO wurden acht Elfmeter verwandelt, vier Tore wurden per Freistoß erzielt.

+++ 11.01 Uhr: Verdienstorden für Portugiesen +++

Besondere Auszeichnung für Cristiano Ronaldo und Co.: Portugals Nationalspieler erhalten nach ihrem EM-Triumph aus den Händen von Staatspräsident Marcelo Rebelo de Sousa den Verdienstorden des Landes.

"Dieser Orden ist nie zuvor an eine Nationalmannschaft vergeben worden", sagte Rebelo de Sousa, der das Finale gegen Frankreich im Stade de France verfolgt hatte.

Die Verleihung des Ordens ist für Montag im Nationalpalast zu Belem geplant, dem Sitz des Staatspräsidenten. Die Portugiesen erhalten den "ordem de merito" in der Klasse "Comendador", der dritthöchsten Stufe. Der 1929 gestiftete Orden wird an Personen verliehen, die sich Verdienste um die Republik Portugal erworben haben.

+++ 10.45 Uhr: Beckenbauer appelliert an Löw +++

Fußball-"Kaiser" Franz Beckenbauer hält einen Abschied von Bundestrainer Joachim Löw für undenkbar.

"Jogi Löw soll bleiben", schrieb Beckenbauer, selbst von 1984 bis 1990 DFB-Teamchef in seiner Kolumne in der Bild-Zeitung: "Eine andere Lösung sehe ich für den deutschen Fußball nicht."

Löw nehme sich die Zeit, die EM zu analysieren und seine Schlüsse zu ziehen.

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Das sei absolut richtig, schrieb Beckenbauer: "Ich erwarte aber, dass er sich in den nächsten Tagen dazu bekennt, beim DFB weiterzumachen. Alles andere kann ich mir nicht vorstellen und will es mir auch nicht vorstellen. Wir sind schließlich nicht in Schimpf und Schande ausgeschieden, sondern waren selbst im Halbfinale gegen Frankreich die bessere Mannschaft."

Am Ende seien "zu viele Ausfälle zusammengekommen". Doch Beckenbauer meinte: "Warum sollte Jogi den schönsten Fußball-Job der Welt aufgeben? Er ist in den letzten zehn Jahren mit seiner Aufgabe gewachsen und besessen." 

+++ 10.25 Uhr: Trost-Prämie für Franzosen +++

Ganz leer gehen die Bleus nach der bitteren Final-Pleite gegen Portugal nicht aus.

Jeder französische Nationalspieler erhält 250.000 Euro. Diese Prämie war den Spielern bereits nach dem Halbfinale gegen Deutschland sicher. 300.000 wären es beim Titelgewinn gewesen

+++ 10.22 Uhr: Rückendeckung für Koller +++

Trotz Österreichs Vorrunden-Aus bei der EM in Frankreich steht Verbandschef Leo Windtner weiter hinter Nationaltrainer Marcel Koller.

 "Man kann ihn vor der EM nicht so gerade noch vor der Heiligsprechung retten, um ihn dann ans Kreuz zu nageln. Wir setzen auf Kontinuität", sagte der Präsident des ÖFB im Interview mit dem Fachmagazin kicker

Ein Rücktritt des Schweizers als Konsequenz aus der EM-Pleite käme für den 65-Jährigen unerwartet: "Diese Angst habe ich nicht."

Vor der anstehenden EM-Analyse mit dem früheren Bundesliga-Coach, der einen Vertrag bis zur WM-Endrunde 2018 in Russland mit dem ÖFB besitzt, fürchtet Windtner allerdings ernsthaft um die Aufbruchstimmung im Fußball der Alpenrepublik.

"Wir müssen jetzt alle helfen, dass die nicht in Rutschgefahr gerät", meinte Windtner mit Blick auf Österreichs Aufgaben in der WM-Qualifikation. Kollers Mannschaft trifft im Kampf um die Russland-Tickets auf Georgien, Wales, Serbien und Irland.

+++ 10.15 Uhr: Fans feiern bis tief in die Nacht +++

Zehntausende Fans haben in Lissabon nach dem EM-Triumph der portugiesischen Nationalmannschaft die Nacht zum Tag gemacht.

Die Straßen im Zentrum der Hauptstadt füllten sich unmittelbar nach dem Schlusspfiff des Endspiels gegen Frankreich mit jubelnden Menschen, die den ersten Titel in der Geschichte der Seleccao feierten. Viele Fans tanzten und sangen bis in die Morgenstunden.

"Mir fehlen die Worte. Wir haben es verdient. Wir haben alle Kritiker zum Schweigen gebracht. Wir haben bewiesen, dass wir stärker sind", sagte der 22 Jahre alte Ruben Sardinha der Nachrichtenagentur AFP. Um ihn herum ertönten zahlreiche Autohupen, am Himmel war Feuerwerk zu sehen, Statuen wurden in portugiesische Fahne gehüllt.

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Vorausgegangen war ein dramatisches Spiel. Bei vielen Fans machte sich nach der frühen Auswechslung von Superstar Cristiano Ronaldo Verzweiflung breit. Die Anspannung wich beim Siegtor durch Eder in der 109. Minute einer grenzenlosen Freude. Ähnliche Szenen spielten sich in Porto und anderen Städten Portugals ab.

"Wir verdienen es, ohne Zweifel. Wir waren nicht arrogant, wir waren bescheiden. Wir sind als Mannschaft aufgetreten, und das hat sich bezahlt gemacht", sagte der 61 Jahre alte Fernando Silva, der wie viele andere Fans Tränen in den Augen hatte.

+++ 10.01 Uhr: Mourinho feiert im Schlafanzug +++

Star-Coach Jose Mourinho feiert den Sieg seiner Landsleute aus der Ferne. Im Schlafanzug.

+++ 9.24 Uhr: Frankreich-Bus sorgt für Hohn und Spott +++

Frankreichs Traum vom Sommermärchen 2016 hat sich nicht erfüllt. Alles war schon vorbereitet für eine große Party - sogar ein Mannschaftsbus mit der Aufschrift "Champions d'Europe", der mit Antoine Griezmann, Paul Pogba und Co. über die Fan-Meile fahren sollte. 

Ein Autofahrer entdeckte den Bus, der nach der Niederlage gegen Portugal (0:1 n.V.) verborgen bleiben sollte, bereits vor dem Spiel auf einer Landstraße und hielt den Moment per Video fest. Dieses kursiert nun durch das Netz - und sorgt für Hohn und Spott.

"Wer einen Bus gratis will, sollte mal beim französischen Fußballverband nachfragen", schrieb ein User auf Twitter. Ein anderer meinte: "Zu früh gefreut. Wenn du einen schlechten Tag hast, dann denke daran, dass Frankreich umsonst einen Party-Bus organisiert hat."

+++ 9.12 Uhr: Portugal zum Confed Cup +++

Portugals Nationalmannschaft hat sich durch den EM-Triumph als siebtes Team für den Confed Cup 2017 in Russland qualifiziert. Das Turnier mit acht Mannschaften ist die traditionelle Generalprobe für die Weltmeisterschaft im selben Land ein Jahr darauf. Am Confed Cup nimmt auch Weltmeister Deutschland teil.

Neben Portugal, Deutschland und Gastgeber Russland haben bisher Chile (Copa America), Mexiko (CONCACAF), Neuseeland (Ozeanien) und Asien-Cup-Sieger Australien das Ticket sicher. Der letzte Teilnehmer wird beim Afrika-Cup 2017 ermittelt. Der Confed Cup wird vom 17. Juni bis 2. Juli 2017 in St. Petersburg, Kasan, Moskau und Sotschi ausgetragen.

+++ 9.10 Uhr: 40 Festnahmen in Paris +++

Die französische Polizei hat bei Krawallen rund um das EM-Finale zwischen Portugal und Frankreich am Sonntagabend rund 40 Personen festgenommen.

Vor allem am Rande der Fanmeile unter dem Eiffelturm war es zu Ausschreitungen enttäuschter Fans gekommen, denen der Einlass wegen drohender Überfüllung verweigert worden war. Das teilte die Polizeipräfektur in der Nacht zum Montag mit.

Einige der abgewiesenen Fans ließen demnach ihrer Wut freien Lauf. Sie setzten Mülleimer und Motorroller sowie ein Auto in Brand, attackierten vor Ampeln stehende Fahrzeuge und bewarfen die Polizisten mit Flaschen. Ein Autofahrer fuhr in seiner Panik zwei Passanten um, von denen einer ins Krankenhaus musste.

+++ 9.05 Uhr: Mega-Prämie für Portugiesen +++

Der erste große internationale Triumph ist Portugals Fußballverband eine Menge Geld wert.

Jeder Nationalspieler bekommt nach dem Sieg gegen Frankreich eine Prämie von 275.000 Euro. Das berichtet die Zeitung A Bola.

Durch die Tagespauschalen für Cristiano Ronaldo, Renato Sanches und Co. während des Turniers könnte die Summe noch auf etwa 300.000 Euro ansteigen. 

+++ 9.03 Uhr: 17,68 Millionen sehen Finale im Ersten +++

Das Erste verzeichnete bei der Live-Übertragung des EM-Finales zwischen Portugal und Frankreich (1:0 n.V.) am Sonntagabend durchschnittlich 17,68 Millionen Zuschauer.

Der Marktanteil betrug 60,1 Prozent. In der Vorberichterstattung erzielte die ARD 4,86 Millionen (MA: 21,4 Prozent). Beckmanns Sportschule konnte nach Mitternacht eine Reichweite von 2,15 Millionen (MA: 24,9 Prozent) vorweisen.

Beim Halbfinalspiel zwischen Deutschland und Frankreich (0:2) am vergangenen Donnerstag hatte das ZDF mit durchschnittlich 29,82 Millionen Zuschauern (Marktanteil: 80,6 Prozent) die Rekord-Einschaltquote für die EURO in Frankreich und eine EM-Rekordreichweite aufgestellt.

+++ 8.56 Uhr: Bayern-Juwel gewinnt Auszeichnung +++

Der Portugiese Renato Sanches ist zum besten Nachwuchsspieler der EM 2016 gewählt worden.

Der künftige Profi von Bayern München verwies bei der Wahl durch die Technischen Beobachter der UEFA seinen künftigen Teamkollegen Kingsley Coman (Frankreich) und den Neu-Dortmunder Raphael Guerreiro (Portugal) auf die Plätze.

"Diese Auszeichnung rundet eine sensationelle Saison des Teenagers ab", hieß es in der Begründung der Europäischen Fußball-Union.

Portugal v France - Final: UEFA Euro 2016
Der FC Bayern darf sich auf Renato Sanches (r.) freuen © Getty Images

Sanches ist mit 18 Jahren und 328 Tagen zudem der jüngste Europameister der Geschichte. "Das war die bestmögliche Antwort an alle, die nicht an uns geglaubt haben", sagte der Teenager nach dem 1:0-Sieg gegen Frankreich in der Verlängerung und forderte die Fans in der Heimat auf: "An alle Portugiesen: Feiert!"

Zur Wahl standen alle nach dem 1. Januar 1994 geborenen Akteure, darunter Joshua Kimmich, Emre Can, Leroy Sane und Julian Weigl.

Ausgezeichnet wurde laut Vorgabe der Spieler, "der sowohl individuell als auch als Teil der Mannschaft am meisten überzeugen kann. Außerdem zählt, wer insgesamt einen Beitrag leistet, der einen bedeutenden Einfluss auf die Leistung seiner Mannschaft hat".

+++ 8.44 Uhr: Ronaldo wohl nicht schwerer verletzt +++

Cristiano Ronaldo hat sich im Finale der EM gegen Gastgeber Frankreich offenbar nicht schwerer verletzt.

Ersten Untersuchungen zufolge soll der Angreifer von Champions-League-Sieger Real Madrid eine Innenbanddehnung im linken Knie erlitten haben. Das berichten portugiesische und spanische Medien.

+++ 8.36 Uhr: Deschamps will bleiben +++

Didier Deschamps will auch nach der Niederlage im Finale der Heim-EM gegen Portugal französischer Nationaltrainer bleiben.

"Das ist mein Plan", sagte er während der Pressekonferenz am späten Sonntagabend im Stade de France, aber: "Ich brauche Zeit, das zu verarbeiten."

Die Niederlage sei für ihn nicht "das Ende des Weges", sagte Deschamps: "Es schmerzt, aber es lässt uns glauben, dass bessere Tage in der Zukunft liegen."

+++ 8.25 Uhr: Bale leidet und jubelt mit Ronaldo +++

Im Halbfinale hatte Gareth Bale mit Wales gegen Portugal das Nachsehen. Trotzdem hielt der Superstar zu den Iberern - vor allem wegen seiner Mannschaftskollegen bei Real Madrid, Cristiano Ronaldo und Pepe.

"Glückwunsch Portugal. Unglücklich für Frankreich. Ihr habt ein unglaubliches Turnier veranstaltet", meinte Bale. 

Nach der Verletzung Ronaldos in der Anfangsphase hatte Bale geschrieben: "Schrecklich, Cris so vom Feld gehen zu sehen. Ich hoffe, es ist nichts allzu Ernstes."

+++ 7.15 Uhr: Ronaldos Mutter keilt gegen Payet +++

Es war eine Achterbahn-Fahrt der Gefühle für Cristiano Ronaldo - mit einem Happy End. Portugal gewann erstmals in seiner Historie die Europameisterschaft.

Zuvor weinte der lachende Sieger noch bittere Tränen. Denn: Nach einem überzogenen Einsteigen von Frankreichs Dimitri Payet in der 7. Minute ging das Finale für den Superstar der Portugiesen früh zu Ende. Sein linkes Knie machte nicht mehr mit.

Ronaldo versuchte es, gab nach 25 Minuten aber das Signal, ausgewechselt werden zu müssen. 

Seine Mutter Dolores Aveiro litt mit ihm. "Ich kann meinen Sohn so nicht sehen", schrieb sie kurz nach dem Foul auf Twitter und postete ein Foto des traurigen Torjägers dazu. 

Eine Spitze gegen Payet konnte sich die 61-Jährige nicht verkneifen: "Im Fußball geht es darum, gegen den Ball zu treten - und nicht darum, seinem Gegner Schaden zuzufügen."

Später freute sich Aveiro über den sensationellen 1:0.Triumph in der Verlängerung: "So dankbar. Nach diesem Schock ist dieser Titel die größte Freude. Glückwunsch an alle Portugiesen. Der Traum ist wahr!"

+++ 6.58 Uhr: "Frankreich stolpert wieder" +++

Frankreich ist nach dem verlorenen EM-Finale traumatisiert wie 2006. Die portugiesischen Medien feiern nicht nur ihren Trainer Fernando Santos und ihren verletzten Kapitän Cristiano Ronaldo. SPORT1 hat Pressestimmen zum Finale.

FRANKREICH

L'Equipe: "Ein Aufschrei. Portugal fügt Frankreich eine grausame Niederlage am Ende eines engen Spiels zu. Es erinnerte an das Finale 2004, das die Portugiesen zu Hause gegen Griechenland verloren hatten."

Le Figaro: "Portugal zerstört den Finaltraum der Bleus. Trauer. Dem 9. Juli 2006 folgt der 10. Juli 2016 als Datum des Unglücks. Wie unglaublich frustrierend. Frankreich stolpert wieder auf der letzten Stufe. Der Stufe zum Ruhm."

PORTUGAL

A Bola: "Der Stolz Portugals! Fernando Santos hat es versprochen und wahr gemacht: Wir sind die Besten in Europa! Eine traumhafte Nacht für alle Portugiesen. Die Spieler haben vor nichts zurückgeschreckt und Persönlichkeit bewiesen. Frankreich war in der regulären Spielzeit besser, doch Rui Patricio wuchs über sich hinaus." 

Record: "Portugal ist der Champion! Ein episches Finale in Stade de France. Eder wurde in der Nachspielzeit zum unerwarteten Helden und schenkte uns den ersten großen Titel. Ronaldo fehlte, unterstütze sein Team aber bis zum Schluss."

+++ 1.55 Uhr: Portugiesische Party in Paris +++

Nach dem sensationellen Triumph ihrer Nationalmannschaft machen die Fans aus Portugal in Paris die Nacht zum Tag. Viele jubeln ausgelassen rund um den Arc de Triomphe, sogar ein Autokorso kommt zu Stande.

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Die portugiesischen Fans feiern den EM-Titel mit einem Autokorso durch Paris © Getty Images

Der Eiffelturm erstrahlt in den Farben der portugiesischen Nationalflagge rot und grün.

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Zu Ehren des EM-Titels für Portugal erstrahlt das Wahrzeichen von Paris in rot und grün © Getty Images

+++ 1.00 Uhr: "Seit 2004 dafür gebetet" +++

Cristiano Ronaldo hat den Gewinn des EM-Titels als "einen der glücklichsten Momente meines Lebens" bezeichnet.

Nach dem Sieg von Portugal gegen Frankreich im Finale der EURO 2016 (1:0 n.V.) erinnerte er außerdem an die EURO 2004 im eigenen Land, als die Gastgeber das Endspiel gegen Griechenland verloren hatten (0:1). "Ich habe seit 2004 dafür gebetet, dass ich noch eine Chance bekomme", sagte Ronaldo.

Der Superstar der Portugiesen hatte beim Endspiel 2004 als 19-Jähriger auf dem Platz gestanden. Diesmal musste er nach 25 Minuten mit einer Verletzung am linken Knie unter Tränen ausgewechselt werden.

Danach kehrte er auf die Bank zurück und feuerte seine Mannschaftskollegen an. "Zum Glück ist alles gut für uns ausgegangen", sagte Ronaldo, "das ist ein unvergesslicher Moment."

+++ 0.30 Uhr: Grindel gratuliert Portugal +++

DFB-Präsident Reinhard Grindel hat Portugal zum ersten EM-Titel gratuliert.

"Herzlichen Glückwunsch an den neuen Europameister Portugal. Die Mannschaft hat im Finale große Moral gezeigt und sie hatte am Ende auch das Glück auf ihrer Seite", sagte Grindel nach dem 1:0-Erfolg der Portugiesen nach Verlängerung im Endspiel gegen Gastgeber Frankreich in St. Denis.

Der eingewechselte Eder hatte im Stade de France in der 109. Minute den Siegtreffer erzielt, obwohl Superstar Cristiano Ronaldo bereits in der 25. Minute mit einer Knieverletzung ausgewechselt wurde.

"Wir können aus unseren Erfahrungen mit verletzten Spielern bei der EM sehr gut nachvollziehen, wie schwer das frühe Aus von Ronaldo für die Portugiesen war. Schade für Frankreich, nach den Terroranschlägen und vor dem Hintergrund der vielen innenpolitischen Probleme hätten wir auch dem Gastgeber diesen Titel gegönnt", sagte Grindel und bedankte sich beim Gastgeber: "Der DFB sagt Merci für die wunderbare Gastfreundschaft der Menschen und die Arbeit der Sicherheitsbehörden."

+++ 0.05 Uhr: Ehrenrunde im Stade de France +++

Der neue Europameister begibt sich auf die obligatorische Runde durch die Arena. Die passenden Triumph-T-Shirts sind bereits übergestreift. Ronaldo will den Pokal gar nicht mehr hergeben.

Video

+++ 0.00 Uhr: Ronaldo nimmt Pokal entgegen +++

Um zwölf vor Mitternacht bekommt Cristiano Ronaldo die Trophäe Henri-Delaunay überreicht und reißt sie mit beiden Händen in die Höhe. Er brüllt seine Freude ebenso wie seine Teamkollegen heraus.

+++ 23.32 Uhr: Portugal holt den Titel +++

Portugal hat die Sensation perfekt gemacht und sich im Finale von Paris zum Europameister gekrönt! Das Team um Superstar Cristiano Ronaldo schlug Gastgeber Frankreich mit 1:0 nach Verlängerung.

Audio

Eder schoss in der 109. Minute das goldene Tor. Ronaldo wurde zur Hauptfigur eines Dramas: Der Kapitän musste in der Anfangsphase verletzt raus, vergoss Tränen. Eder schenkte ihm den Titel.

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