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Leverkusen - Bayer Leverkusen schlägt Sporting Lissabon und zieht verdient ins Achtelfinale der UEFA Europa League ein. Der überragende Mann ist abermals Karim Bellarabi.

Sporting-Spezialist Karim Bellarabi hat Bayer Leverkusen und seinem Trainer Roger Schmidt nach turbulenten Tagen wieder ein Erfolgserlebnis beschert.

Durch ein erst am Ende souveränes 3:1 (1:1) gegen Sporting Lissabon erreichte die Werkself vier Tage nach dem Eklat um ihren Trainer das Achtelfinale der UEFA Europa League und verabschiedete somit Schmidt mit einem Glücksgefühl in seine gut einwöchige Zwangspause.

"Wir stehen verdient im Achtelfinale, aber so deutlich war es nicht. Beide Spiele waren sehr eng. Sporting hat eine ähnliche Spielweise wie wir selbst. Das fühlt sich für uns ungewohnt an. Wir waren in beiden Spielen besser, sind aber des Öfteren an unsere Grenzen gestoßen", sagte Trainer Roger Schmidt im Gespräch mit SPORT1 und warnte vor überzogenen Erwartungen: Einige Spieler sprechen schon vom Titel, aber so weit sind wir noch nicht. Wir werden sehen, was möglich ist." (Die Achtelfinal-Auslosung am Freitag ab 12.45 Uhr im LIVESTREAM)

Bellarabi der entscheidende Mann

Bellarabi, der bereits im Hinspiel eine Woche zuvor den Siegtreffer zum 1:0 erzielt hatte, sorgte mit seinen Treffern in der 29. und 65. Minute dafür, dass Bayer weiter von seinem ersten Titel seit 1993 träumen kann.

"Karim Bellarabi hat nicht nur die Qualität, zu dribbeln und Bälle aufzulegen, sondern hat auch noch eine sehr feine Schusstechnik. Der kann solche Tore erzielen", lobte Sportdirektor Rudi Völler bei SPORT1(SERVICE: Alle Stimmen zu den deutschen EL-Spielen)

Hakan Calhanoglu setzte in der 87. Minute den Schlusspunkt. João Mário hatte das Duell durch seinen Ausgleich in der 38. Minute zwischenzeitlich wieder spannend gemacht.

Vor nur 26.585 Zuschauern in der nicht ausverkauften BayArena begann der Bundesliga-Vierte recht schwungvoll und zeigte sich unbeeindruckt von der 0:1-Niederlage am vergangenen Sonntag gegen Borussia Dortmund mit all ihren Nebengeräuschen.

Kyriakos Papadopoulos, der für den verletzten Abwehrchef Ömer Toprak in die Innenverteidigung rückte, Bellarabi, Stefan Kießling und Wendell verpassten in der Anfangsphase eine schnelle Führung der Hausherren. Bellarabi war es dann vorbehalten, aus einer eigentlichen total ungünstigen Position das 1:0 zu markieren, bei dem SC-Torwart Rui Patricio sehr schlecht aussah. (DATENCENTER: Ergebnisse und Spielplan)

Kurzes Aufbäumen von Sporting

Mário gelang dann der etwas schmeichelhafte Ausgleich für die Gäste, die sich bis dahin vor dem Bayer-Tor sehr ungeschickt angestellt hatten. Sporting-Torjäger Islam Slimani, der auch bei Bayer im Gespräch sein soll, saß wie schon eine Woche zuvor beim Anpfiff nur auf der Bank und kam erst in der 67. Minute. (SERVICE: Der LIVETICKER zum Nachlesen)

Nach der Pause musste Leverkusen, das neben Toprak auch Kevin Kampl (ebenfalls Muskelfaserriss) ersetzen musste, noch einige brenzlige Situationen überstehen. Unter dem Strich war Bayer, das in der 63. Minute den angeschlagenen Kießling durch Andre Ramalho ersetzen musste, aber weiter am Drücker. Bellarabi belohnte die Bemühungen der Gastgeber dann mit einem herrlichen Weitschuss zum 2:1. Zuvor hatte bereits Torjäger Javier "Chicharito" Hernandez, der im Hinspiel gefehlt hatte, eine gute Chance vertan. Ein satter Schuss von Calhanoglu beseitigte schließlich auch die letzten Zweifel.

Schmidt verhielt sich während der gesamten Partie relativ ruhig in seiner Coachingzone. Der 48-Jährige darf in den kommenden drei Ligaspielen seiner Mannschaft in Mainz, gegen Bremen und in Augsburg nicht auf Bank sitzen, da er nach seinem ungebührlichen Verhalten gegenüber Schiedsrichter Felix Zwayer am vergangenen Sonntag vom DFB-Sportgericht für drei Spiele gesperrt wurde.

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