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Nach dem bitteren Ausscheiden gegen Portugal sucht Horst Hrubesch nach Erklärungen. Von Einstellungsproblemen will er nicht wissen. Seine eigene Zukunft lässt er offen.

Nach der bitteren Klatsche seiner U21 gegen Portugal hat sich Horst Hrubesch den Fragen der Presse gestellt (Die PK zum Nachlesen und versucht, Gründe für den Totalausfall seiner Mannschaft zu finden - tat sich aber schwer.

"Wir müssen alles analysieren und uns hinterfragen. Eine Erklärung für diesen kollektiven Aussetzer habe ich nicht", sagte Hrubesch auf der Pressekonferenz am Sonntag. Die Leistung sei eher eine Kopfsache als eine Kraftfrage gewesen. "Wir haben unser Potenzial nicht auf den Platz bekommen. Die Spieler müssen daraus lernen."

Trotz des negativen Endes zog Hrubesch allerdings ein positives Fazit: "Mein Fazit fällt insgesamt positiv aus. Ich kann es nicht an dem einen Spiel aufhängen. Es hat riesig Spaß gemacht, mit dieser Mannschaft zu arbeiten - außer gestern Abend."

Auch für Emre Can, der sich nach der Partie sehr selbstkritisch gezeigt hatte, fand er lobende Worte. "Das finde ich toll von ihm. Selbsterkenntnis ist wichtig. Es ist wichtig, die Sache so zu nehmen, wie sie ist und nicht davon wegzurennen", meinte Hrubesch.

Die Kritik von Matthias Ginter, der die Einstellung seiner Teamkollegen hinterfragte, spielte er herunter. "Das war im Rahmen seiner Enttäuschung. Es ist nichts vorgefallen", sagte Hrubesch, der von möglichen Probleme nichts wissen wollte: "Ich kann meiner Mannschaft nichts vorwerfen. Ich habe Regeln vorgelegt, aber andererseits konnten sie Regeln bestimmen. Das hat gut geklappt."

Die Mannschaft habe sich zur falschen Zeit eine Auszeit genommen. "Beim Gegner ging alles, bei uns gar nichts."

Seine eigene Zukunft lässt der 64-Jährige offen. "Olympia war ein Riesenziel. Das ist ein wahnsinniges Erlebnis. Ich setze meine Ziele immer selber. Ich gucke nach Olympia, wie es weitergeht", erklärte Hrubesch.

In Zukunft sieht er aber einen jüngeren Mann an der Seitenlinie als bessere Lösung. "Ich kann den Jungs zwar einiges vermitteln, aber ich denke, in der Altersklasse wäre vielleicht noch einer besser, der vom Alter näher ist - auch wenn ich die Sprache der Spieler spreche."

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