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Borussia Moenchengladbach v Bayer 04 Leverkusen - Bundesliga
Lars Stindl ist nach seiner Zeit als Kapitän von Hannover 96 nun auch Spielführer in Mönchengladbach © Getty Images

München - Lars Stindl und Gonzalo Castro könnten bereits im November zur Nationalmannschaft eingeladen werden. Auch einigen jungen Talenten winkt die Beförderung.

Lars Stindl und Gonzalo Castro verfolgen die WM-Qualifikationsspiele gegen Tschechien und Nordirland (jeweils ab 20.15 Uhr im LIVETICKER) nur vor dem Fernseher, Leroy Sane, Jonathan Tah und Niklas Süle lösten am Freitagabend mit der U21 das EM-Ticket - doch Bundestrainer Joachim Löw lässt die Tür zur A-Nationalmannschaft weiter offen.

Schon bei den Spielen im November in San Marino und Italien dürfte sich der Kader auf einigen Positionen verändern.

"Es bleibt unser Ziel, junge Spieler heranzuführen. Das muss nicht immer in wenigen Wochen passieren, sondern über einen Zeitraum von ein bis zwei Jahren.

Sane und Co. winkt Nominierung

In San Marino und Italien wird es sicher so sein, dass wieder einige der jungen Spieler bei uns sein werden", sagte Löw in Richtung Sane (20), Tah (20) und Süle (21), die alle schon A-Länderspiele absolviert haben.

Mit DFB-Sportdirektor Hansi Flick und dem neuen U21-Trainer Stefan Kuntz befindet sich Löw in ständigem Austausch. Man bespreche immer wieder, wo mit Blick auf die jeweilige Situation und die Entwicklung der Spieler ein Einsatz am sinnvollsten sei. Deshalb werde es immer wieder auch Rotationen geben, erklärte Flick zuletzt.

Mit Blick auf den Confed Cup 2017 in Russland, den Löw jüngst als "Perspektivturnier" bezeichnet hatte, dürfen sich aber nicht nur die Nachwuchskräfte Hoffnungen auf eine Berufung für das WM-Qualispiel in San Marino (11. November) und das Länderspiel vier Tage später in Mailand machen.

Löw lobt Castro

Castro (29), der 2007 das bisher letzte seiner fünf Länderspiele bestritten hatte, und Stindl (28) hat Löw auf dem Radar.

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Für den Dortmunder Castro fand der Weltmeistercoach zuletzt lobende Worte. "Ich denke, dass er in den letzten Monaten deutlich ein verbessertes Spiel zeigt als in Leverkusen. Jetzt spielt er viel dynamischer, viel flexibler, geht dahin, wo es dem Gegner wehtut - in die Spitze", sagte er.

Man habe Castro trotz der großen Konkurrenz auf der Position nie aus den Augen verloren, eine Rückkehr sei nicht ausgeschlossen.

Stindl will sich Traum erfüllen

Der Bundestrainer äußerte sogar Verständnis für BVB-Coach Thomas Tuchel, der Kritik an der erneuten Nicht-Berücksichtigung seines Mittelfeldspielers geübt hatte.

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Castro hofft jedenfalls weiterhin auf eine Rückkehr in die Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB). "Ich würde mich natürlich freuen, wenn Herr Löw anrufen würde", sagt der 29 Jahre alte Mittelfeldspieler dem Portal Transfermarkt.de:

"Ich muss einfach dranbleiben und über die gesamte Spielzeit meine Leistung bringen, um es dem DFB so schwer wie möglich zu machen, mich nicht zu nominieren." Eine Adduktorenverletzung könnte dieses Vorhaben allerdings torpedieren.

Stindl, der mit Borussia Mönchengladbach im zweiten Jahr in Serie in der Champions League spielt und somit auf höchstem Niveau Eigenwerbung für seine erste Nominierung betreiben kann, sieht die Sache entspannt.

"Natürlich habe ich weiter den Traum, mal für mein Land zu spielen, und den werde ich auch nicht aufgeben. Für mich geht das Leben aber auch weiter, wenn es bei einem U21-Länderspiel bleiben sollte", sagte er.

Ein Anruf von Löw könnte aber schon im November kommen.

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