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Czech Republic v Germany - FIFA 2018 World Cup Qualifier
Joachim Löw war trotz des Sieges nicht zufrieden © Getty Images

Nach dem glücklichen 2:1-Sieg der deutschen Nationalmannschaft gegen Tschechien reden die Protagonisten Tacheles. Vor allem Siegtorschütze Mats Hummels äußert Kritik.

Trotz des 2:1-Sieges der DFB-Elf in Prag gegen Tschechien herrscht im deutschen Team kein Jubel - im Gegenteil. Vor allem Bundestrainer Joachim Löw und Siegtorschütze Mats Hummels reden Tacheles. Die Stimmen von RTL.

Joachim Löw: "Mit der Art und Weise, wie wir gespielt haben, bin ich nicht zufrieden. Wir haben gewonnen, das zählt, aber wir haben sehr viel Glück benötigt. Wir haben es nicht geschafft, hinter die Linien zu kommen. Wir haben über das ganze Spiel keine Torchancen herausgespielt und hätten eigentlich mit einem Unentschieden leben müssen. Wir haben uns das Leben selber schwer gemacht. Ich wollte eigentlich sehr viele offensive Leute auf den Platz bringen. Mit einem Sechser auf dem Platz wollten wir die Räume nutzen, aber das war defensiv dann nicht genug. Wir hatten einach zu viele Ballverluste."

Mats Hummels: "Wir hatten mehrere Probleme, das größte waren die leichten Ballverluste. Das kenne ich so von einer deutschen Nationalmannschaft in den letzten zehn Jahren nicht mehr. Das war nicht der Fußball, den wir können und wollen. Es war sehr gut, das Ding reinzuköpfen, aber wichtig war, dass wir gewonnen haben."

Thomas Müller: "Wir haben eindeutig zu viele Fehler gemacht. Wir haben den Tschechen im Spielaufbau oft den Ball serviert und uns das Leben selbst schwer gemacht."

Timo Werner: "Ich habe mich riesig gefreut. Es ist super losgegangen für uns. Die Tschechen haben sehr aggressiv gespielt, da hat uns das frühe Tor geholfen. Schon beim Confed Cup habe ich oft gespielt und ich versuche, das mit meinen Toren zurückzuzahlen. Im Großen und Ganzen hat uns der letzte Pass gefehlt. Das Spiel hatten wir eigentlich immer im Griff und haben am Ende verdient gewonnen."

Lars Stindl: "Es war ein hartes Stück Arbeit. Wir haben früh das 1:0 gemacht und danach auch noch einige Chancen, höher in Führung zu gehen. Wir hatten nach der Pause immer wieder Unruhe in unserem Spiel. Wir haben nach dem Ausgleich nicht aufgesteckt und weiter auf Sieg gespielt. Am Ende war es glücklich, aber nicht ganz unverdient."

Matthias Ginter: "Wir haben mit einer Dreierkette gespielt. Wir hatten viel Ballbesitz, es wurde nur gefährlich, wenn wir vorne leichtfertig die Bälle verloren haben. Auch wenn es eng wurde, haben wir immer wieder verteidigt. Es war nicht einfach, aber ich glaube nicht, dass jedes Team hier gewinnen kann."

Vladimir Darida: "Ich wollte unbedingt ein Tor machen. Es war ein gutes Tor, aber es ist schade, dass es nicht für einen Punkt gereicht hat. Die Enttäuschung ist groß, weil wir sehr gut gespielt haben."

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