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Heiner Brand zuversichtlich
Heiner Brand wurde mit dem DHB-Team 2007 Weltmeister © Getty Images

Der ehemalige Bundestrainer Heiner Brand ist begeistert von der Spielweise des DHB-Teams. Der 62-Jährige traut Deutschland bei der WM sogar den ganz großen Wurf zu.

Der ehemalige Bundestrainer Heiner Brand traut den deutschen Handballern bei der WM in Katar den Titelgewinn zu.

"Die Mannschaft spielt sensationell, da passt alles zusammen", sagte der 62-Jährige der Tageszeitung "Die Welt": "In diesem Turnier ist alles möglich - auch der Titelgewinn."

Brand, der mit dem deutschen Team die WM 2007 und die EM 2004 gewann, glaubt im Falle eines Erfolges, dass auch die Diskussionen um die fragwürdige Wildcard für Deutschland gestoppt wären.

"Müssen uns nichts vorwerfen lassen"

"Ich glaube, dass dann niemand mehr groß über die Wildcard reden würde. Wir als Deutscher Handballbund jedenfalls müssen uns da nichts vorwerfen lassen. Wir haben diese Chance gekriegt und nehmen sie jetzt wahr. Fertig."

Brand lobte den Gastgeber Katar: "Das ist eine tolle WM. Die Hallen sind unfassbar modern, alle Teams sind in Fünf-Sterne-Hotels untergebracht, eine Geschichte, die im Handball eigentlich undenkbar ist."

WM der kurzen Wege

Alles sei top organisiert, "es gibt kurze Wege, weil alle Spiele in Doha stattfinden".

Wenn eine Mannschaft 20 Minuten nach dem Spiel schon wieder im Hotel sein und mit der Regeneration beginnen könne, sei das hilfreich.

Carsten Lichtlein bei der Handball-WM in Katar
Carsten Lichtlein hatte mit seinen Paraden gegen Ägypten großen Anteil am Viertelfinaleinzug des DHB-Teams. © Getty Images

Die deutsche Nationalmannschaft hatte dank eines 23:16-Erfolgs im Achtelfinale gegen Ägypten das Viertelfinale erreicht, Torhüter Carsten Lichtlein war dabei der Matchwinner.

Am Mittwoch trifft das Team von Bundestrainer Dagur Sigurdsson auf den Gastgeber Katar.

Auf sportlichem Weg hatte die DHB-Auswahl die Qualifikation nach zwei Niederlagen gegen Polen verpasst, der Vertrag mit Bundestrainer Martin Heuberger wurde danach nicht verlängert.

Im Anschluss wurde aber Australien trotz erfolgreicher Qualifikation gegen Neuseeland die Startberechtigung wieder entzogen. Ex-Weltmeister Deutschland erhielt vom Weltverband IHF daraufhin eine Wildcard.

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