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Scheich Abdullah Al-Thani ist seit 2010 Malagas Präsident und Geldgeber © Getty Images

Wegen Kritik an einer Aussage von Malaga-Trainer Michel ledert der Investor des Klubs öffentlich gegen die Katalanen. Der FC Barcelona reagiert empört.

Scheich Abdullah Al-Thani, Präsident und Investor des spanischen Erstligisten FC Malaga, twittert jeden Tag ausgiebig. So auch nach dem 2:0-Sieg seiner Mannschaft im andalusischen Derby gegen den FC Granada.

Mit einem Statement hat Al-Thani über die Stränge geschlagen - und einen Riesenzoff mit einem ganz anderen Klub provoziert: dem FC Barcelona.

"Mit Gottes Hilfe werden wir Madrid besiegen. Aber nach seinen Lügen über unseren Trainer wird dieser katalanische Abschaum die Meisterschaft nicht einmal riechen", antwortete Malagas Boss einem Barca-Fan auf die Bitte, Titelkonkurrent Real Madrid am letzten Saison-Spieltag zu schlagen.

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Der Grund für Al-Thanis Ausraster war die Kritik einiger katalanischen Zeitungen an Malaga-Coach Michel. Dieser hatte unmittelbar nach dem Sieg in Granada gesagt: "Ich hoffe, dass die Meisterschaft vor dem letzten Spieltag entschieden ist - zugunsten Madrids."

Empörtes Barca zeigt Scheich an

Michel ist eine Real-Legende, trug von 1982 bis 1996 das Trikot der Königlichen. Er würde seiner großen Fußball-Liebe nur ungern den Titel streitig machen. Aktuell liegt Real vier Spieltage vor Schluss Kopf an Kopf mit Barca an der spanischen Tabellenspitze, hat aber noch ein Nachholspiel in der Hinterhand. 

"Real hat mich gelehrt, immer professionell zu sein. Ich werde meine Spieler natürlich nicht hintergehen", versicherte Michel, die Partie seriös anzugehen.

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Barca stießen die Aussagen des Malaga-Trainers nicht übel auf. Anders reagierten die Katalanen, als Al-Thani sie öffentlich als "Abschaum" bezeichnete.

"Wir sind empört. Solche Äußerungen verstoßen gegen die Prinzipien des Fairplays und der Ethik des Sports", teilte Barca am Donnerstag mit und kündigte an, den Scheich bei der Anti-Gewalts-Komission der spanischen Liga anzuzeigen.

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