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München - Wunderjunge Anthony Martial zeigt sich bei seinem Debüt unbeeindruckt von der Debatte um seine Riesen-Ablöse. Louis van Gaal bremst trotzdem - noch.

Was für ein Traum-Debüt! Anthony Martial kam, sah und siegte.

Es war die 86. Minute im Spiel von Manchester United gegen den FC Liverpool, als sich der 19-Jährige den Ball schnappte und sich mit einer herrlichen Einzelaktion durch drei Gegenspieler spielte, schließlich nicht lange fackelte und mit seinem ersten Torschuss in der Premier League für den 3:1-Endstand und für die Entscheidung sorgte. Und das gegen den Erzrivalen aus Liverpool.

Besser kann ein Debüt nicht laufen. ManUnited kletterte mit dem Sieg gegen die "Reds" auf den zweiten Platz der Premier League. "Was für ein Einstand!" twitterten wortgleich die früheren englische Nationalspieler Andrew Cole und Rio Ferdinand.

Van Gaal lobt und warnt

"Martial war natürlich fantastisch", lobte auch United-Coach Louis van Gaal, warnte aber auch vor allzu großer Euphorie zu diesem Zeitpunkt: "Er ist erst 19 Jahre alt und muss sich erst an die Kultur und dem hohen Rhythmus in der Premier League anpassen."

Martial kam in der 65. Minute für seinen Sturm-Kollegen Juan Manuel Mata, "der richtige Moment, ihn zu bringen, weil Liverpool aufmachen musste", meinte van Gaal.

"In der ersten Hälfte haben sie nur auf Konter gespielt, mit zehn Mann hinter dem Ball. Martial hatte mehr Platz, und er hat ein fantastisches Tor gemacht."

Wie ein Walt Disney-Held

Es war wie in einem schönen Traum oder in einem Walt-Disney-Film, wo oft die Teenager zu Helden werden. Martial wechselte im Sommer für 50 Millionen Euro vom AS Monaco zu United, ist damit der teuerste Spieler in seinem Alter. Der Preis, der sich durch diverse schräge Vertragsoptionen angeblich noch auf um die 80 Millionen erhöhen könnte, sorgte für große öffentliche Debatten - und entsprechend Druck auf den jungen Mann.

Auch Martial selbst kritisierte seine eigene Ablöse, van Gaal nannte sie gar "lächerlich".

Martials Einstand war es keineswegs.

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