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Chelsea v Liverpool - Premier League
Jose Mourinho muss gegen Kiew unbedingt gewinnen, sonst wird es eng für ihn © Getty Images

London - Der angezählte Chelsea-Coach erhält wohl zwei weitere Gelegenheiten, die Wende zu schaffen. Derweil soll er sich mit einigen Spielern überworfen haben. Ein Zitat sorgt für Zündstoff.

Wie geht es weiter mit Jose Mourinho?

Spätestens seit der 1:3-Heimpleite gegen den FC Liverpool ist der Trainer des FC Chelsea heftig angezählt. Für einige Experten und Medien galt eine Entlassung bereits als sicher. Der Mirror etwa bezeichnete den Portugiesen am Sonntag als "The Gone One". Am Montag ruderte die Zeitung zurück.

Demnach soll Mourinho zwei Gnadenspiele erhalten. In der Champions League gegen Dynamo Kiew (Mi, ab 20.45 Uhr LIVE bei SPORT1.fm und im LIVETICKER) und am Wochenende in der Liga gegen Stoke City soll er den Negativtrend stoppen und die Wende einläuten. 

Die wohl wichtigste Voraussetzung dafür: Der Trainer muss die Risse zwischen sich und der Mannschaft kitten. "Mourinhos Hinrichtung ist aufgeschoben. Aber er steht vor der entscheidenden Schlacht, die Stars für sich zu gewinnen", schrieb der Mirror

Moderator berichtet von brisantem Zitat

Was steckt dahinter? Am Wochenende hatte Klublegende und Kapitän John Terry doch erst beteuert, die Spieler stünden "zu einhundert Prozent" hinter dem Trainer. Ähnliches war zudem von John Obi Mikel zu hören.

Das ist jedoch wohl nur die halbe Wahrheit. Die andere plauderte BBC-Moderator Garry Richardson am Sonntag bei Radio 5 aus. Er will erfahren haben, dass das Verhältnis zwischen Mourinho und seinem Team auf dem Tiefpunkt angekommen sei. Die Spieler hätten es "satt", wie Mourinho sie behandle, sagte Richardson.

Der Moderator zitierte einen Stammspieler der Blues, der gesagt haben soll: "Ich verliere lieber Spiele, als sie für Mourinho zu gewinnen." 

Wegweiser Kiew

Ein Satz, der Sprengkraft in sich birgt in der gegenwärtigen Situation des Meisters. Zwar nannte Richardson keinen konkreten Namen. Auffällig war jedoch, dass er in selbem Atemzug Eden Hazard erwähnte, dessen Beziehung zu Mourinho "enorm strapaziert" sei. 

Der Klub selbst wollte über das Binnenverhältnis von Trainer und Mannschaft keine Auskunft erteilen. 

Gut möglich, dass er am Mittwoch auch schon etwas ganz anderes verkünden muss. Bei etwas anderem als drei Zählern gegen den ukrainischen Meister läuft Chelsea akut Gefahr, die Qualifikation fürs Achtelfinale der Königsklasse zu verpassen. 

Für diesen Fall scheint ausgeschlossen, dass Mourinho den Winter als Trainer an der Stamford Bridge überlebt. 

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