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Liverpool - Liverpools Trainer Jürgen Klopp gerät nach der Derbypleite gegen Manchester United ins Grübeln. United-Coach van Gaal ist erleichtert, dass sein Team ohne Gegentor davon kommt.

Diese Niederlage saß.

Nach dem knappen 0:1 im Derby gegen Manchester United hatte selbst der sonst so gut gelaunte Jürgen Klopp nichts mehr zu lachen. "Wir haben besser gespielt. Aber das Resultat ist wirklich frustrierend", machte der Coach des FC Liverpool seiner Enttäuschung Luft.

In der Tat hatten seine Reds das Spiel über weite Strecken bestimmt und vor allem vor der Pause die besseren Chancen. 

Das musste auch Louis van Gaal zugeben. "Wir haben die erste Halbzeit irgendwie überlebt. Liverpool war viel aggressiver als wir", sagte der niederländische Trainer der "Red Devils", die dank des Tores von Matchwinner Wayne Rooney (78.) ihre positive Entwicklung der letzten Wochen fortsetzten und auf Platz fünf der Premier League kletterten.

Rooneys Rekordtor

Für Rooney war es der 176. Treffer für Manchester United in der Premier League, womit er einen neuen Rekord aufstellte. "Ich genieße dieses Tor mehr als sonst", sagte der englische Nationalstürmer - sicherlich auch deshalb, weil er damit dem ewigen Rivalen einen herben Dämpfer versetzte.  

Nach dem dritten Ligaspiel in Serie ohne Sieg ist der Liverpool Football Club endgültig im grauen Mittelfeld der Tabelle angekommen: Platz neun, sechs Punkte Rückstand auf die internationalen Plätze. 

"Momentan ist es nicht leicht für uns", grübelte Klopp und sparte auch nicht mit Selbstkritik. "Es ist mein Job, den Spielern dabei zu helfen, sich klare Tormöglichkeiten herauszuarbeiten." 

Uniteds Krise beendet

ManUnited hat indes die Krise der letzten Wochen beendet. Fünf Spiele in Folge ohne Niederlage festigten die Position des umstrittenen van Gaal wieder. 

Die Gäste mussten auch an der Anfield Road weiterhin auf DFB-Kapitän Bastian Schweinsteiger verzichten. Der 31-Jährige stand nach seiner Knieverletzung nicht im Kader der Red Devils.

"Ich drücke die Daumen für den Klassiker. Auf geht's, Rote Teufel", schrieb Schweinsteiger bei Twitter. Aufseiten der Hausherren wirkte dafür Nationalspieler Emre Can von Beginn an mit.

Liverpool drückt zu Beginn

Klopp hatte beim Sky-Interview kurz vor dem Anpfiff einen Blitzstart ("One wheel start") seiner Mannschaft mit viel Pressing angekündigt. In der Tat dominierte der ehemalige Rekordmeister die Anfangsphase.

Der Ex-Hoffenheimer Roberto Firmino (10.) besaß die erste große Chance, als er den Ball mit einem Hinterhaltschuss aus 16 Metern knapp am linken Pfosten vorbeisetzte. ManUnited tat sich schwer, ins Spiel zu kommen. Nach einer herrlichen Ballstafette vergab zudem Liverpools Jordan Hendersen (30.) aus halbrechter Position.

Rooney staubt gekonnt ab

Nach dem Wiederanpfiff hatte Can zweimal (51./67.) die Führung für Liverpool auf dem Fuss, scheiterte aber beide Male an Keeper David de Gea. Manchester blieb in der gegnerischen Hälfte behäbig, die Gastgeber in einer Partie auf spielerisch wenig berauschendem Niveau im Abschluss zu ungenau.

Das bestrafte dann Rooney mit seinem sechsten Saisontor: Nach einer Ecke staubte der 30-Jährige mit einem satten Rechtsschuss aus kurzer Distanz unter die Latte ab. Zuvor war Marouane Fellaini noch an der Latte gescheitert.

Klopp lobt glücklosen Firmino

Kurz vor Schluss vergab Firmino die Riesenchance auf den Ausgleich (89.). Einen Schuss von James Milner fälschte der Brasilianer aus kurzer Distanz noch ab - allerdings direkt in die Arme von de Gea.

Sein Trainer hatte anschließend dennoch viel Lob für den glücklosen Offensivmann übrig. "Firmino hat wieder ein sehr gutes Spiel gemacht. Er ist ein guter zentraler Angreifer, wenn er dort spielt", sagte Klopp. 

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