vergrößernverkleinern
Jürgen Klopp möchte seine Ex-Schützlinge nicht nach Liverpool holen © Getty Images

Jürgen Klopp möchte in Liverpool nicht mit seinen ehemaligen Spielern zusammenarbeiten. Bei der Suche nach Neuzugängen muss Klopp aus einem Grund viele Absagen hinnehmen.

Jürgen Klopp möchte beim FC Liverpool nicht mit ehemaligen Spielern zusammenarbeiten.

"Wir gucken nicht nach Spielern, mit denen wir bereits gearbeitet haben. Denn wenn du das machst, dann kennst du ihre Stärken und ihre Schwächen und du fragst dich, ob du das wirklich noch einmal willst", sagte der Trainer dem Liverpool Echo.

Frühe Absage an Mkhitaryan

Es sei zwar nicht langweilig, mit den Spielern zu arbeiten. Man kenne sie aber schon genau, sodass der 49-Jährige schließt: "Wie sollst du dich so weiterentwickeln? Wie den nächsten Schritt gehen?"

Allerdings waren mit Mario Götze (FC Bayern, zu Borussia Dortmund) und Henrikh Mkhitaryan (BVB, zu Manchester United) zwei seiner früheren Schützlinge auch bei den "Reds" im Gespräch.

"Ich wußte schon sehr früh, dass er zu Manchester United gehen wird. Es gab absolut keinen Grund, da reinzugrätschen. So arbeiten wir nicht", meinte Klopp zu Mkhitaryan. "Wenn du bereits mit dem Spieler zusammengearbeitet hast, dann kennst du ihn sehr gut. Ich möchte von anderen Spielern lernen. Das ist alles."

Champions League als Voraussetzung

Bei der Suche nach Neuzugängen habe er häufig Absagen bekommen, weil diese in der Champions League spielen möchten. Das könne Klopp nicht verstehen.

Video

"Ich kenne diese Spieler, deshalb frage ich gar nicht bei ihnen nach. Ich gucke nach anderen Spielern, solche, die die Qualitäten und Fähigkeiten haben, in der Champions League zu spielen, die aber auch bereit sind, sich mit uns dafür erst einmal zu qualifizieren."

Nach Platz acht in der vergangenen Saison und dem verlorenen Finale in der UEFA Europa League ist Liverpool in der anstehenden Saison nicht international vertreten.

Bei der Kaderplanung ist es Klopp wichtig, eine gut zusammengestellte Mannschaft zu bekommen. "Wir könnten bei vielen Spielern mitbieten. Aber als erstes müssen wir überlegen: Was brauchen wir wirklich?", erklärte der Coach. Bisher gaben die Nordengländer 80 Millionen Euro für Neuzugänge aus.

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel