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Yaya Toure (r.) kommt unter Pep Guardiola bei Manchester City nicht zum Zug © Getty Images

Die Fehde zwischen Pep Guardiola und dem Berater von Yaya Toure geht in die nächste Runde. Dimitri Seluk wirft Guardiola vor, seinen Klienten gezielt gedemütigt zu haben.

Yaya Toure ergeht es unter Pep Guardiola bei Manchester City ähnlich wie Bastian Schweinsteiger unter Jose Mourinho bei Manchester United: Er steht ohne Aussicht auf eine Kehrtwende auf dem Abstellgleis.

Dass der 33 Jahre alte Mittelfeldmann von der Elfenbeinküste nicht einmal den Ansatz einer Chance unter dem spanischen Star-Coach erhält, liegt auch daran, dass sich sein Berater Dimitri Seluk mit Guardiola verkracht hat.

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"Ich suchte in den letzten Wochen mehrfach den Kontakt zu Guardiola und Txiki Begiristain (Citys Sportdirektor, Anm. d. Red.) - aber nicht, um mich zu entschuldigen", verriet Seluk dem Mirror.

Guardiola gab Toure offenbar Versprechen

Seluk hatte sich im September öffentlich über die Reservistenrolle seines Klienten beschwert - ganz zum Missfallen Guardiolas. Der Spanier forderte ein "Sorry" von dem Spielervermittler. 

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"Warum sollte ich mich entschuldigen? Meine Idee war, ein Mann-zu-Mann-Gespräch zu führen, um herauszufinden, wie wir die Dinge im besten Interesse des Vereins und Yaya vorantreiben können. Alles was ich bekam, war Schweigen", sagte Seluk und bezeichnete Toures Ausbootung als "Guardiolas persönliche Rache". 

"All das hat keine sportlichen Gründe", erklärte Seluk und erinnerte an das Jahr 2010, als Guardiola Toure bereits beim FC Barcelona abgeschoben hatte: "Ich kritisierte ihn damals dafür. Und jetzt behandelt er Yaya so. Sein Plan war von Anfang an, ihn zu demütigen."

"Er will nicht mit Männern arbeiten"

Seluk begründete diesen Vorwurf mit einer Konversation zwischen ihm und den City-Verantwortlichen zu Beginn des Sommers. "Ich fragte sie, ob Yaya eine Zukunft bei City habe. Mir wurde mitgeteilt, dass er ein Teil der Pläne von Guardiola sei. Also leitete ich keinen Wechsel in die Wege", berichtete er.

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Die Realität sah schließlich ganz anders aus, weshalb Seluk nicht von seiner Kritik an Guardiola abrücken wird. "Pep lächelt dich an, gibt dir das Gefühl, dass du sein bester Freund bist - und dann verrät er dich. Derjenige, der hier eine Entschuldigung verdient, ist Yaya."

Auch Torwart Joe Hart und Mittelfeldmann Samir Nasri wurden Seluk zufolge ausgebootet, da sie zu "große Persönlichkeiten" seien. "Guardiola will nicht mit Männern arbeiten. Er will mit sehr jungen Spielern arbeiten, da er sie wie Kinder kontrollieren kann", kritisierte der Berater.

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