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Leicester City FC v Club Brugge KV - UEFA Champions League
Jamie Vardy wartet seit September auf ein Premier-League-Tor für Leicester City © Getty Images

München - Leicester City steht im Champions-League-Achtelfinale, versinkt in der Premier League aber immer mehr im Niemandsland. Auch, weil's bei Jamie Vardy überhaupt nicht läuft.

Genau ein Jahr ist es her, da traf Jamie Vardy gegen Manchester United im elften Liga-Spiel in Folge und knackte so die 13 Spielzeiten bestehende Bestmarke der niederländischen Legende Ruud van Nistelrooy.

Heute tut sich der Stürmer-Star von Leicester City nach Angaben seines Trainers Claudio Ranieri selbst beim Training schwer, das runde Leder im Netz zu versenken. Der Mann mit der beeindruckenden Vorgeschichte als Fabrikarbeiter steht sinnbildlich für das durchwachsene Abschneiden des amtierenden Meisters in der Premier League.

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Vardy, in der abgelaufenen Spielzeit noch mit 24 Treffern in 36 Partien bester Torschütze von Leicester, wartet seit dem 4. Spieltag am 10. September gegen Jürgen Klopps FC Liverpool auf ein persönliches Erfolgserlebnis.

Doppelbelastung wird zum Problem

"Er traf zuletzt nicht so gut im Training. Jetzt wird's langsam besser. Er wird schon in Kürze wieder treffen, da bin ich mir sicher", gab Trainer Ranieri im Interview mit der Rundfunkanstalt BBC zu verstehen.

Ein märchenhaftes Jahr wie das letzte dürfe man von Vardy und Co. "nicht erwarten", hatte Trainer Ranieri schon vor der Saison betont. Dass die Foxes aber in der unteren Tabellenhälfte auf Platz 14 herumdümpeln, entspricht auch nicht den Vorstellungen des Italieners.

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Die Doppelbelastung durch die Champions League, in der man immerhin souverän das Achtelfinale erreicht hat, stellt ein größeres Problem dar als gedacht.

Nur 15 Schüsse in 13 Einsätzen: "Keine Maschine"

"Wir dürfen nicht auf die letzte Saison zurückblicken. Wir müssen daran denken, was vor zwei Jahren war, als wir gegen den Abstieg spielten", sagte Ranieri nach dem ernüchternden 2:2 gegen den FC Middlesbrough am Samstag. Seine Spieler seien aber auch nur "Menschen, keine Maschinen".

Die Highlights zu Leicesters Remis:

Das trifft vor allem auf Vardy zu. Neben seiner Tor-Flaute kommt auch spielerisch zu wenig von dem 29-Jährigen. Mit gerade einmal 15 Torschüssen in 13 Liga-Einsätzen wirkt er wie ein Fremdkörper, zudem leistet er sich viele Stockfehler und Ballverluste.

Auch sein Laufpensum hat abgenommen: 2015/16 lief er noch durchschnittlich 10,1 Kilometer pro Spiel, 2016/17 kommt er bislang auf 8,48.

Englische Medien spekulieren sogar, Ranieri könnte seinen letztjährigen Leistungsträger beim nächsten Spiel gegen Sunderland (Sa., ab 16 Uhr im LIVETICKER) aus der Startelf nehmen. Die Vardy-Party scheint vorerst abgeblasen.

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