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Jose Mourinho hält Manchester United nicht für stark genug, um eine dominante Rolle in Europa einzunehmen © Getty Images

Jose Mourinho ist mit der Transferpolitik von Manchester United nicht einverstanden. Besonders einige Entscheidungen seines Vorgängers Louis van Gaal stören ihn.

Teammanager Jose Mourinho von Manchester United hat scharfe Kritik an der Transferpolitik seines Arbeitgebers in den vergangenen Jahren geübt.

"Es wurden Spieler gekauft, die ich niemals gekauft hätte. Und es wurden Spieler verkauft, die ich niemals verkauft hätte", sagte Mourinho in einem Interview mit der BBC.

Der Portugiese ist seit dieser Saison beim englischen Rekordmeister im Amt. Sein Vorgänger Louis van Gaal traf offensichtlich einige Entscheidungen, die Mourinho bis heute ärgern - allen voran drei Verkäufe.

Kritik an Verkäufen

"Ich hätte niemals (Angel) Di Maria, Chicharito und (Danny) Welbeck abgegeben. Keine Chance", beschwerte sich Mourinho. 

Van Gaal hatte Torjäger Chicharito zunächst an Real Madrid verliehen und anschließend zu Bayer Leverkusen ziehen lassen. Flügelstürmer Di Maria war für 75 Millionen Euro verpflichtet, nach nur einer Saison aber schon wieder für zu schlecht befunden und an Paris Saint-Germain verkauft worden.

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Eigengewächs Welbeck zog es nach Differenzen mit van Gaal zum Liga-Konkurrenten FC Arsenal.

"Nicht bereit, alles zu gewinnen"

Der "Tulpengeneral" war es auch, der Spieler wie Bastian Schweinsteiger nach Manchester lotste. Spieler, die unter Mourinho nun kaum zum Zug kommen. "The Special One" verzichtete in dem von Gary Lineker geführten Interview aber darauf, Namen von van Gaals "Fehlkäufen" zu nennen.

Vielmehr wies er darauf hin, dass sein Kader aktuell einfach nicht stark genug sei, um die Ansprüche des Klubs zu erfüllen. Es klaffe "eine große Lücke zwischen unserem wirklichen Potential und den Erwartungen, die wir schüren", erklärte Mourinho. 

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"Wir sind nicht bereit, eine dominante Kraft in England und in Europa zu sein. Wir sind nicht bereit, alles zu gewinnen", schlussfolgerte der 54-Jährige.

Top-Stars ohne Champions League?

United belegt momentan nur den sechsten Platz in der Premier League, muss einmal mehr um die Champions-League-Qualifikation zittern. Die Konkurrenz ist groß.

Mourinho will alles daran setzen, wieder Königsklassen-Fußball ins Old Trafford zu bringen - essentiell für die Verpflichtung neuer Top-Stars hält er das aber nicht.

"Manchester United ist sehr machtvoll. Ich denke nicht, dass wir in der Champions League spielen müssen, um attraktive Spieler zu holen. Zlatan (Ibrahimovic) könnte in Paris, (Henrikh) Mkhitaryan bei der Borussia und Paul (Pogba) bei Juventus sein. Das ist kein Problem, weil die Spieler wissen, dass wir früher oder später wieder in der Champions League spielen."

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