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Robert Lewandowski spielt seit 2014 für den FC Bayern
Robert Lewandowski spielt seit 2014 für den FC Bayern © Getty Images

München - Erst im Sommer 2017 kann Real Madrid wieder versuchen, Robert Lewandowski dem FC Bayern auszuspannen. Es sei denn, die Spanier erreichen ein neues Maß des Irrsinns.

Ist am Ende alles ein famoser Plan des FC Bayern? Steckt Karl-Heinz Rummenigge dahinter, in seinem knarzenden Ledersessel seine Katze streichelnd, den Diamantring gepresst aus Madrider Tränen an der linken Hand? Diese fantastische These liefert die spanische Zeitung Sport.

"Die Taktik der Deutschen war, die FIFA-Strafe abzuwarten. Jetzt verhandeln sie, weil Madrid es eilig hat", schreibt das Blatt über Reals Werben um Robert Lewandowski. "Er wird so gut wie sicher einer der Stars des neuen Real Madrid sein."

Real kann Lewandowski vorerst vergessen

Das ist gewagt, um es mal vorsichtig zu formulieren. Im kommenden Sommer sowie im Januar 2017 darf Real keine neuen Spieler registrieren, weil der Verein gegen die Regeln bei Transfers minderjähriger Spieler verstieß. Die Madrilenen wollten Lewandowski für die kommende Saison holen, das hat sich jetzt erledigt.

Der Pole hat in München einen Vertrag bis 2019, die Bayern sind also nicht auf die Hilfe der FIFA angewiesen. Natürlich hilft das eingefrorene Real den Münchnern dennoch, angesichts von Meldungen über eine Reise des Lewandowski-Beraters Cezary Kucharski nach Madrid.

Mehrere Medien in Spanien berichteten bereits, Lewandowski sei sich mit Real einig über einen Fünf-Jahres-Vertrag.

Real kauft jetzt wohl kräftig ein

Die einzige Chance hat Real in den kommenden zwei Wochen des gerade offenen Transferfensters. In dieser Zeit kann der Verein theoretisch die Transferausgaben eines ganzen Kalenderjahrs verschießen, danach geht schließlich erst einmal nichts mehr.

Ein dreistelliger Betrag für Lewandowski ist also drin, Real durchbräche sogar noch seine eigenen Maßstäbe des Transfer-Wahnsinns.

Auf so etwas werden sich die Bayern aber nicht einlassen. In diese Richtung geht auch die Aussage von Lewandowskis anderem Berater Maik Barthel in Bezug auf ein angebliches Münchner Interesse an Neapels Gonzalo Higuain: "Wer eine schöne Braut hat, sollte nicht nach anderen Bräuten schauen", sagte er der Bild-Zeitung.

Transferstrafe umgedeutet

Lewandowski bleibt also. Was plötzlich auch Real-treuen Medien sehr recht ist. "Ich frage mich, wieso Real Madrid Pogba, Hazard oder Lewandowski will", deutet ein Kommentar der Zeitung AS die Strafe in etwas Positives um. "Es hat etwas Kindisches an sich, immer Stars holen zu wollen, eine Art privilegierte Marotte, die nur mit dem neuesten Ferrari befriedigt ist."

Schließlich gebe es in Reals Kader mit Isco, James Rodriguez, Jese, Casemiro und Lucas Vazquez genug Spieler, die zu selten zum Einsatz kämen. Auch eine Sichtweise. Real braucht gar keine Mega-Transfers, sondern nur sein Präsident für den Wahlkampf.

Nicht dass die FIFA noch Vernunft nach Madrid bringt. Das hätte Karl-Heinz Rummenigge sicher nicht gewollt.

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