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Kevin Owens (l.) und Sami Zayn wurden von der WWE-Europatournee abberufen
Kevin Owens (l.) und Sami Zayn wurden von der WWE-Europatournee abberufen © WWE 2017 All Rights Reserved

München - Die WWE-Stars Kevin Owens und Sami Zayn werden von der Europatournee nach Hause geschickt. Grund scheint eine Panne bei der SmackDown-Show gewesen zu sein.

Rätselhafte Vorgänge hinter den Kulissen der weltgrößten Wrestling-Liga WWE.

Kevin Owens und Sami Zayn, die zwei Top-Bösewichte der Dienstagsshow SmackDown Live, sind mitten in der laufenden Europa-Tournee aus dem Lineup gestrichen und nach Hause geschickt worden.

Die genauen Umstände der ungewöhnlichen Maßnahme: nicht ganz klar - und damit Anlass für vielfältige Spekulationen.

SmackDown-Match läuft nicht nach Plan

Es handele sich um eine "Form von disziplinarischer Maßnahme", berichtet das Pro Wrestling Sheet unter Berufung auf zwei Quellen, mit denen es unabhängig voneinander gesprochen hätte.

Offenbar gab es Irritationen um das Match von Zayn bei der dieswöchigen, in Manchester aufgezeichneten SmackDown-Sendung.

Die Geschehnisse nach dem Kampf seien nicht nach Plan verlaufen, heißt es in übereinstimmenden Medienberichten (SPORT1 erklärt: So funktioniert die Showkampf-Liga WWE).

Zayn und Owens missachten Anweisung

Zayn kassierte in dem Kampf eine Niederlage gegen Kofi Kingston von der Gruppierung The New Day. Bis dahin sind die Ereignisse dem Drehbuch gefolgt, dann aber gab es Unstimmigkeiten.

Dem Sheet zufolge hätten Owens und Zayn New Day noch "feeden" (füttern) sollen. Im Wrestling-Jargon bedeutet das: Die Bösewichte hätten gemäß ihrem Charakter noch versuchen sollen, den Ring zu stürmen, von den Publikumslieblingen mehrfach abgewehrt werden - und damit das Publikum zum Jubeln bringen.

Passiert ist das nicht, Owens und Zayn blieben abseits des Rings und zogen sich schließlich zurück. Warum sie den Anweisungen nicht gefolgt sind, ist unklar - ebenso, ob das der Grund für den Denkzettel war oder die Art und Weise, wie sich die Angelegenheit hinter den Kulissen fortspann. WWE tourt noch bis Ende der Woche in Europa, auf die Deutschland-Shows - bei denen der RAW-Kader auf Tour ist - hat Owens' und Zayns Rauswurf keine Auswirkungen.

Die Gerüchte sprudeln

Die Spekulationen trieben zahlreiche Blüten: Es gab Meldungen über einen Wutausbruch des Duos im Tourbus, von allgemeinen kreativen Differenzen, von einem möglichen Zusammenhang mit den jüngsten Zerwürfnissen mit Wrestler-Kollege Neville und dem entlassenen Autor Jimmy Jacobs. Owens und Zayn sind mit beiden befreundet.

Vielfach gab es auch den Hinweis, dass die Jugendfreunde Owens und Zayn im Austausch mit den WWE-Kreativen als sehr meinungsstark und unbequem gelten.

Dave Meltzer vom Wrestling Observer, der als am besten vernetzte Journalist der Szene gilt, hat inzwischen mit einem Großteil der Gerüchte aufgeräumt: Einen Wutausbruch im Bus habe es ebenso wenig gegeben wie eine Verbindung zu Neville und Jacobs. Auch sei die Angelegenheit keinesfalls so dramatisch, dass Owens und Zayn an einen Abgang dächten.

Was macht Vince McMahon?

Die Frage nach den Konsequenzen der Irritationen steht trotzdem im Raum: War es nur ein kleiner, langfristig folgenloser Denkzettel oder droht der rätselhafte Vorfall die tragende Rolle, die Owens und Zayn derzeit spielen, zu gefährden?

Vince McMahon ist seit über 30 Jahren Chef bei WWE
Vince McMahon ist seit über 30 Jahren Chef bei WWE © Getty Images

Das liege nun in den Händen von WWE-Boss Vince McMahon, berichtet Meltzer. Und der sei in der Beurteilung solcher Situationen schwer berechenbar.

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