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Wohin führt der Weg von Ronda Rousey? © Getty Images / Imago

München - Ronda Rousey macht sich nach ihrer krachenden Niederlage gegen Amanda Nunes Gedanken über ihre Zukunft. Das sind die Optionen der gefallenen UFC-Queen.

Ronda Rousey bekam bei ihrer UFC-Rückkehr nach mehr als einjähriger Pause eine echte Abreibung verpasst. Amanda Nunes ließ ihr keine Chance und knockte Rousey bereits nach 48 Sekunden aus.

Wortlos verließ die 29-Jährige danach die ausverkaufte T-Mobile Arena in Las Vegas.

Einen Tag später ließ sie in einem schriftlichen Statement wissen: "Ich brauche etwas Zeit, um alles zu verarbeiten und über meine Zukunft nachzudenken."

Wie könnte es nun für Rousey weitergehen? SPORT1 nennt ihre Optionen.

- Rachefeldzug in der UFC

Entscheidet sich Rousey für einen Verbleib in der UFC, würde ein Rematch gegen Titelträgerin Nunes Sinn machen.

Rousey erhielt für ihre Niederlage eine garantierte Börse von drei Millionen Dollar. So viel kassierte bisher nur Superstar Conor McGregor für seinen Sieg gegen Eddie Alvarez. Rousey könnte trotz ihrer beiden krachenden Niederlagen gegen Holly Holm und Nunes weiter gutes Geld in der UFC verdienen.

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Zudem ist Rousey extrem ehrgeizig. Fraglich, ob sie als Verliererin in UFC-Rente gehen will.

Auch über einen möglichen Fight gegen Cris "Cyborg" Justino wird schon lange spekuliert. Allerdings fiel die brasilianische Kampfmaschine zuletzt mit einem positiven Dopingtest auf, ihre Zukunft in der größten MMA-Eliteliga ist ungewiss.

Das Gleiche ist nun bei Rousey der Fall. Vieles in ihrem letzten Statement hört sich nach Abschied an: "Ich will all meinen Fans danken, die immer für mich da waren, nicht nur in den großartigen Momenten, sondern auch in den schwierigen", schrieb sie etwa.

Schon vor ihrem Duell mit Nunes erklärte Rousey, dass der Fight einer ihrer letzten im Octagon sein würde. Ihre Pleite gegen Holm im November 2015 hatte sie in eine persönliche Krise gestürzt, Rousey sprach sogar von Selbstmordgedanken.

Wahrscheinlich ist, dass sich die frühere Octagon-Queen nun zumindest eine ausgedehnte MMA-Auszeit nehmen wird.

- Glamour in Hollywood

Rousey hat sich bereits ein zweites Standbein als Schauspielerin aufgebaut. Sie wirkte  bereits in den Action-Blockbustern "The Expandables 3" und "Fast & Furious 7" mit. Im Film "Entourage" spielte Rousey sich selbst.

Hinter den Türen der Hollywoodstudios soll es bereits konkrete Planungen für Rousey geben. Im Remake des Actionfilms "Road House" von 1989 mit Patrick Swayze könnte Rousey ihre bisher größte Rolle annehmen. Rousey soll sich sogar schon mit Swayzes Witwe getroffen haben, um ihren Segen zu erbeten.

Beim Studio Paramount soll zudem eine Verfilmung von Rouseys Autobiographie "My Fight/Your Fight" geplant sein - am Besten mit Rousey selbst in der Hauptrolle.

Einziges Problem: Will die attraktive Rousey regelmäßig auf der großen Leinwand erscheinen, darf sie sich zuvor nicht mehr regelmäßig ins Gesicht schlagen lassen. Noch eine Tatsache, die für einen Abschied aus der UFC spricht.

- Wechsel zum Wrestling

Rousey ist bekennender WWE-Fan. Ihren Spitznamen "Rowdy" übernahm sie vom mittlerweile verstorbenen Wrestling-Star Rowdy Roddy Piper, den sie nach seiner Erlaubnis fragte. Beim Großevent Summer Slam 2014 saß sie in der ersten Reihe. Angesprochen auf eine mögliche Zukunft im WWE-Universum meinte Rousey damals vielsagend: "Man weiß nie."

Bei WrestleMania 31 hatte Rousey dann im März 2015 ihren großen Auftritt: Superstar The Rock holte sie im ausverkauften Football-Stadion von San Francisco auf die Bühne, um dann unter tosendem Applaus das WWE-Führungs-Ehepaar Triple H und Stephanie McMahon aufzumischen. Rouseys Ansage damals: "Jeder Ring, in den ich steige, gehört mir." Und: "Wir haben gerade erst angefangen..."

McMahon nahm Rousey den forschen Auftritt keinesfalls übel. Auf die Frage, ob die Chance für ein WWE-Engagement Rouseys bestünde, antwortete sie kürzlich: "Ich werde es auf jeden Fall versuchen!"

Die Führungsetage der größten Showkampf-Liga der Welt weiß, wie wertvoll Rousey für die aufstrebende Frauen-Division bei WWE sein könnte.

Ein Blick auf Rouseys WrestleMania-Partner Dwayne "The Rock" Johnson zeigt außerdem: Eine Karriere in Hollywood und im WWE-Ring schließen sich nicht aus.

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