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F1 Grand Prix of Japan
Ex-Weltmeister Nigel Mansell (r.) interviewt den aktuellen Weltmeister Lewis Hamilton (l.) © Getty Images

Der Ex-Weltmeister übt heftige Kritik an der Formel 1. Nigel Mansell fordert Regeländerungen und will die Überholhilfe abschaffen. Die Reifen sind ihm ein Dorn im Auge.

Der Ex-Weltmeister Nigel Mansell hat vor dem Rennen in Austin (die Freien Trainings am Freitag ab 17 Uhr und 21 Uhr LIVE im TV auf SPORT1, die gesamte Action im LIVETICKER) heftige Kritik an der Formel 1 geübt.

"Ich sage schon seit Jahren, dass sie die Regeln ändern müssen. In meiner Ära hattest du Glück, wenn du drei Ingenieure hattest. Heute gibt es in der Box 30", forderte Mansell gegenüber der Gazzetta dello Sport.

Die Überholhilfe DRS hält er für komplett überflüssig: "Solche Dinge wie DRS sind Wahnsinn! Welche Fähigkeiten erfordert ein Überholmanöver dann noch?"

Der Brite wünscht sich, dass die Formel 1 wieder zurück zu ihren Wurzeln findet, als die Fahrer noch eine wichtigere Rolle eingenommen hatten. "Die Reifen waren breiter, wir rutschten um die Kurven. So konnten die Piloten ihren Stil demonstrieren. Heute sind die Autos einfach zu fahren, denn die Box sagt dir die ganze Zeit alles", sagte Mansell.

Auch die recht schnell abbauenden Reifen sind dem 62-Jährigen ein Dorn im Auge: "Wenn du aggressiv fährst, dann machst du die Reifen kaputt, also musst du langsamer fahren."

Mansell hofft, dass der Alleingang von Mercedes bald beendet ist, da er der Formel 1 schaden würde. "Man braucht einen größeren Wettbewerb und einen Ferrari, der näher an der Mercedes-Performance dran ist, damit die Dinge wieder so sind wie zu meiner Zeit, als Senna, Prost, Piquet und ich immer gegeneinander kämpften", sagte Mansell. (Fahrerwertung der Formel 1)

Mansell gewann 1992 nach gerade einmal elf der 16 Saisonrennen seinen einzigen WM-Titel.

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