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Beim zweiten Training muss Sebastian Vettel seinen Boliden vorzeitig abstellen. Schuld daran ist eine lose Radmutter, die nun sogar eine Strafe nach sich ziehen könnte.

Lange sah es gut aus für Sebastian Vettel im zweiten freien Training zum großen Preis von Bahrain (Sonntag, 17.00 Uhr im LIVETICKER).

Der Heppenheimer lag in Schlagdistanz zu den beiden Silberpfeilen, ehe diese auf den Supersoft-Reifen jeweils eine Fabelzeit in den Asphalt brannten und den Abstand auf Vettel auf 1,4 respektive 1,6 Sekunden vergrößerten.

Doch damit nicht genug: Eine Viertelstunde vor dem Ende der Session stellte Vettel seine "Margherita" mit den Worten "da ist etwas nicht in Ordnung" an der Strecke ab - verantwortlich war eine lose Radmutter. Zudem berichtete Ferrari zeitgleich von Elektronikproblemen am SF16-H.

Vettel und Ferrari droht Strafe

Kurz nachdem Vettel sein Auto geparkt hatte, funkte er an den Kommandostand: "Hinten links war das Rad nicht fest!" Wenig später äußerte er sich auf die Nachfrage, ob das linke Hinterrad locker gewesen sei, jedoch wesentlich zurückhaltender: "Ich weiß es noch nicht. Ich muss noch schauen, was genau passiert ist."

Der Grund für Vettels Verhalten liegt auf der Hand: Sollte das Ferrari-Team seinen Star-Fahrer mit einem nicht richtig montierten Rad auf die Strecke geschickt haben, droht ihm und den Italienern nachträglich eine Strafe.

Spekulationen um Vertuschung

Statt den direkten Weg zurück in die Boxengasse anzutreten, blieb Vettel noch lange bei seinem Ferrari stehen und legte sogar selbst kurz Hand an dem am Abschleppkran hängenden Ferrari an. Spekulationen zufolge könnte der vierfache Champion versucht haben, die Radmutter händisch wieder festzuschrauben, um so eine Strafe zu umgehen.

Vettel wiegelte jedoch ab: "Ich habe nur geschaut, ob alles passt, und ich habe versucht, den Jungs ein bisschen zu helfen, das Auto aufzuladen."

Neben dem Ex-Weltmeister sorgte auch Romain Grosjean im Haas-Renner für Aufsehen. Der Franzose fuhr in den letzten Minuten der Session derart rustikal über einen Abweiser, dass er mit dem Frontfügel aufsetzte und diesen beschädigte. Aufgrund der auf der Strecke verteilten Trümmerteile kam anschließend das virtuelle Safety-Car zum Einsatz.

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