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AUTO-F1-PRIX-RUS
Valtteri Bottas hat in Sotschi seinen ersten Formel-1-Sieg gefeiert © Getty Images

Sotschi - Mercedes-Pilot Valtteri Bottas schickt nach seinem ersten GP-Sieg eine Kampfansage an die Konkurrenz. Sebastian Vettel hadert mit dem Start. Stimmen.

Mercedes-Pilot Valtteri Bottas hat beim Großen Preis von Russland in Sotschi als fünfter finnischer Fahrer in der Formel-1-Historie einen Rennsieg gefeiert.

Auf der Siegerehrung machte er anschließend klar, dass er sich nicht mit der Nummer-2-Rolle hinter Lewis Hamilton begnügen und selbst Weltmeister werden will.

Der zweitplatzierte Sebastian Vettel ärgerte sich derweil über seine Zurückhaltung am Start und über den kurz vor Rennende im Weg stehenden Williams-Piloten Felipe Massa.

SPORT1 fasst die Stimmen des Rennens zusammen:

Valtteri Bottas (Mercedes), Sieger: "Es ist ein großartiges Gefühl. Es hat lange gedauert, mehr als 80 Rennen Ich danke dem Team sehr herzlich, ohne euch wäre das nicht möglich gewesen. Es ist nicht leicht, oben zu bleiben. Aber das ist das Ziel. Mein Ziel ist klar: Ich will Weltmeister werden, und ich werde weiter pushen. Und danke an die Fans für die super Unterstützung."

Sebastian Vettel (Ferrari, Platz 2): "Wir sind trotzdem zufrieden. Der Speed war im Rennen wieder da, und mit Platz zwei und drei ist es für das Team ein tolles Ergebnis. Wir hatten gehofft, dass Valtteri am Ende noch müde wird. Aber wir haben das Rennen natürlich am Start verloren. Er war heute der Mann. Alles in allem war es ein gutes Rennen, aber ich hätte beim Start aggressiver sein können. Vor der ersten Kurve habe ich gewirkt, als hätte ich ein Zelt hinter mir aufgeschlagen."

- über die Überrundung von Massa: "Ich war mir sicher, dass er in der Vollgas-Kurve 3 lupfen und mich vorbeilassen würde, damit ich nicht so viel Zeit verliere. Aber ich bin mir nicht sicher, was er da gemacht hat. Das hat mich etwas mehr Zeit gekostet, als ich gehofft hatte."

Kimi Räikkönen (Ferrari), Platz 3: "Ich bin sehr glücklich, hier zu stehen. Ich hatte einen harten Start in die Saison, aber dieses Wochenende war ein Schritt nach vorne. Am Ende stehe ich aber als Dritter da und würde gerne mal wieder gewinnen. Wir haben am Start verloren, danach ist nicht viel passiert. Wir müssen es weiter versuchen und uns verbessern. Es geht darum, dass alle Details passen. Dann wird man auch den ersten Platz bekommen. Die vier vorne sind ziemlich eng beisammen."

Lewis Hamilton (Mercedes), Platz 4: "Ich hatte eigentlich einen sehr guten Start. Ich war nur an der falschen Position. Die zwei Autos vor mir waren nebeneinander. So hatte ich zwar einen Windschatten von Valtteri, aber dann zog Sebastian dahinter, und ich konnte keinen von beiden überholen. Was den Speed angeht, weiß ich, wo meine Probleme liegen. Aber Mercedes hat die Ferrari geschlagen, also war es doch ein super Wochenende. Riesenglückwunsch an Bottas. Er hat es verdient."

Felipe Massa (Williams), Platz 9: 
- über die Beschwerde von Vettel: "Er hat sich nicht wirklich beschwert? Sind Sie sicher? Er beschwert sich doch sonst nie. Ich habe die innere Seite für ihn komplett offen gelassen. Da wollte er aber nicht vorbei. Ich habe dann gesehen, dass er innen rein will und ich war ganz links. Dann habe ich ihn gleich danach vorbei gelassen. Ich bin sicher, dass er Valtteri in der letzten Runde trotzdem nicht geknackt hätte."

Toto Wolff (Mercedes-Motorsportchef): "Die Erleichterung war riesengroß. Da waren viele Sorgenfalten unterwegs heute. Es war alles so eng - und dann noch der Überrundungsverkehr. Wenn wir sehen, wo wir am Freitag waren, ist es super, heute zu gewinnen. Die Pace stimmte bei Hamilton nicht, da haben wir auf eine Safety-Car-Phase gehofft, dann hätte es vielleicht noch geklappt mit einer besseren Platzierung. Es tut uns leid, dass wir Lewis nicht das Auto geben konnten, das er brauchte."

Niki Lauda (Mercedes-Aufsichtsratschef): "Bottas war die coolste Socke im Grid. Das war eine unglaubliche Leistung." Ich habe nicht erwartet, dass Lewis hier so viele Probleme hat - die hat er eigentlich vom ersten Trainingstag bis zum Ende des Rennens gehabt. Da muss er jetzt mit uns drüber reden, was da der Grund war. Denn das eine Auto hat mit Bottas funktioniert, das gleiche Auto mit Lewis nicht."

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