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Boris Becker ist seit Dezember 2013 Trainer des Weltranglistenersten Novak Djokovic © Getty Images

Nach der Ehrung seines Schützlings Novak Djokovic zum weltbesten Sportler bei den Laureus Awards zeigt sich Boris Becker im Gespräch mit SPORT1 stolz und emotional.

Boris Becker stand zwar nicht im Mittelpunkt der Laureus World Sports Awards in Berlin, war aber eine der Hauptfiguren.

Denn bei den "Oscars des Sports" war der einstige Tennis-Held gleich dreifach gefordert. Als Mitglied der Laureus Academy, als Coach des zum weltbesten Sportler gekürten Novak Djokovic und als Laudator des einzigen deutschen Gewinners Jan Frodeno ("Action Sportsperson of the Year").

"Es war eine neue Situation, nicht nur als Laureus-Gründungsmitglied, sondern auch als Trainer des Siegers bei der Preisverleihung zu sein", sagte Becker nach der Veranstaltung im Gespräch mit SPORT1. "Das war schon emotional und ging mir sehr nahe."

Besonders freute sich der dreimalige Wimbledonsieger natürlich über den dritten Erfolg seines Schützlings Djokovic nach 2012 und 2015. Die Laureus Academy würdigte damit den Triumphzug des Weltranglistenersten aus Serbien im vergangenen Jahr, in dem er unter anderem drei Grand-Slam-Turniere gewann.

"Noch nie einen so guten Spieler trainiert"

"Ich habe noch nie einen so guten Spieler wie Novak Djokovic trainiert. Das macht das Ganze öffentlicher und messbarer. Aber die Erfolge sind da, und darüber freuen wir uns", erklärte Becker.

Sicherlich werde der Tag kommen, an dem er Djokovic nichts mehr beibringen könne und die seit Ende 2013 andauernde Zusammenarbeit enden werde - aber davon sei man noch weit entfernt:

"Gut Ding braucht Weile, man muss sich auch erst mal richtig kennenlernen. Das hat in der Tat ein paar Turniere gedauert, aber dann wurde es immer besser. Und jetzt sind wir mittendrin und noch lange nicht am Ende."

Das nächste "große Ziel" mit Djokovic sei nach dem Erfolg bei den Australian Open nun der erstmalige Gewinn der French Open in Paris. 

Laureus nächstes Jahr wieder in Berlin?

 Ein rundum positives Fazit zog Becker auch über die zweitägige Veranstaltung, die erstmals in 16 Jahren in Deutschland stattfand:

"Ich glaube, das Event war ein großer Erfolg. Es wurde Zeit, so eine Veranstaltung nach Deutschland zu holen. Wir waren mit dem Laureus in Südamerika und in Asien, aber ganz bestimmte Dinge findet man nur hier. Daher hoffe ich, dass es nächstes Jahr wieder in Berlin stattfindet."

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