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Julian Draxler wechselte erst 2015 zum VfL Wolfsburg © Getty Images

Der in England begehrte Nationalspieler Julian Draxler darf den VfL Wolfsburg laut Klaus Allofs nicht verlassen. Für die Wölfe gibt es aber offenbar doch eine Schmerzgrenze.

Klaus Allofs wurde es zu bunt. Immer wieder hatte der erfahrene Manager des VfL Wolfsburg einen Wechsel von Julian Draxler zum FC Arsenal ausgeschlossen.

Doch die Gerüchteküche brodelte unverändert weiter. Nun wischte der VfL-Macher Spekulationen über einen bevorstehenden 60-Millionen-Transfer des 22 Jahre alten Weltmeisters nach England in aller Deutlichkeit beiseite. 

Allofs spricht Machtwort im Fall Draxler

"Dieses Thema ist zu beerdigen", sagte Allofs der Bild-Zeitung: "Kein Spieler darf ohne unser Okay gehen. Ganz klar: Draxler wird nicht gehen." Schwüre oder eidesstattliche Erklärungen werde er allerdings nicht abgeben, sagte Allofs einschränkend, dafür habe sich das Geschäft "zu sehr verändert".

Auch der Wolfsburger Kader dürfte sich in diesem Sommer stark verändern - auch weil vielen hochbezahlten Profis offenbar eine engere Bindung zu ihrem Klub fehlt.

Schürrle-Wechsel rückt näher

Nach dem Verpassen der europäischen Wettbewerbe mussten Allofs und Trainer Dieter Hecking feststellen, dass die Identifikation mit dem VfL nicht so ausgeprägt ist, wie sie dies immer wieder eingefordert hatten.

Andre Schürrles Abgang zu Borussia Dortmund für immerhin satte 30 Millionen Euro steht kurz vor dem Vollzug. Der 55-malige Nationalspieler teilte den Wölfen bereits mit, dass er gehen wolle. Auch Ricardo Rodriguez und Vieirinha sollen sich mit Abwanderungsgedanken tragen. Luis Gustavo hat zudem das Interesse von Schalkes Manager Christian Heidel geweckt.

Kruse lässt Türkei-Wechsel platzen

"Es gehört aktuell nicht zu den Tugenden von Fußballern, sich zu ihrem Verein zu bekennen", sagte Allofs dem kicker. Auch die Abwanderungsgedanken von Josuha Guilavogui (im Gespräch bei AS Monaco) und Max Kruse hat er vernommen.

Dem Ex-Nationalspieler Kruse würden die Niedersachsen nach dessen persönlichen Fehltritten keine Steine in den Weg legen - wenn denn die Ablöse stimmt. Ein Abgang Kruses zu Galatasaray Istanbul scheiterte nun wohl vorwiegend aufgrund der schwierigen politischen Situation in der Türkei.

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