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München - Die Cavs ziehen zum zweiten Mal in Folge ins Finale ein. LeBron James glänzt und jagt weiter Rekorde. Bei Toronto stemmt sich Lowry vergeblich gegen das Aus.

In Cleveland wächst die Hoffnung, dass das lange Warten auf einen Titel endlich ein Ende hat: Superstar LeBron James hat die Cleveland Cavaliers zumindest wieder einmal ins NBA-Finale geführt.

Der 31-Jährige war mit 33 Punkten beim 113:87 (55:41) im sechsten Playoff-Halbfinale bei den Toronto Raptors der Matchwinner.

Der Vizemeister setzte sich damit in der Best-of-Seven-Serie mit 4:2 durch (Alle Spiele der NBA-Playoffs LIVE im TV auf SPORT1 US).

Cavs sehnen sich nach Titel

Damit haben die Cavs im Finale die Chance, die Stadt Cleveland zu erlösen, die bereits seit 52 Jahren auf einen Titel wartet. Zuletzt triumphierten 1964 die Browns in der NFL gegen Baltimore - es ist die längste aktuelle Misserfolgsserie in Nordamerika in einer Stadt mit mindestens drei Profiteams.

"Unsere Stadt verdient es, unsere Fans verdienen es. Aber deshalb haben wir kein automatisches Anrecht darauf. Wir müssen immer noch da rausgehen und es uns holen. Wir müssen immer noch da rausgehen und es uns selbst beweisen", sagte James.

© SPORT1

Die Cavs stehen zum dritten Mal nach 2007 und 2015 in der NBA-Endspielserie. Im vergangenen Jahr scheiterte Cleveland mit 2:4 gegen Golden State, vor neun Jahren verloren sie 0:4 gegen die San Antonio Spurs (Die NBA-Playoffs in der Übersicht).

"Die Stadt sehnt sich nach einem Titel. Wir haben das richtige Team und wir haben das richtige Talent", sagte Cavs-Coach Tyronn Lue.

James zeigt überragende Leistung

James selbst steht bereits zum sechsten Mal in Folge im Finale, nach vier Jahren mit Miami Heat nun zum zweiten Mal mit Cleveland. Er ist der erste Spieler in der NBA-Geschichte, der sechs Mal in Folge ins Finale einzieht und dabei nie für die Boston Celtics spielte.

Und erneut hatte James entscheidenen Anteil am Erfolg. Nachdem die Cavs zuvor die beiden Auswärtsspiele im Hexenkessel in Toronto verloren hatten, zeigte der Superstar diesmal eine bärenstarke Leistung.

Mit 33 Punkten knackte er zum ersten mal die 30-Punkte-Marke in diesen Playoffs und verzeichnete zudem noch elf Rebounds und sechs Assists.

Lowry-Gala reicht Raptors nicht

Auf der Gegenseite stemmte sich Torontos Kyle Lowry vor 20.605 Zuschauern mit 35 Punkten mit aller Macht gegen die Niederlage, doch anders als James erhielt er nur wenig Unterstützung von seinen Teamkollegen.

(Alles zum US-Sport auch am Mi., 23.30 Uhr im Free-TV auf SPORT1 in Inside US Sports)

Bei den Cavaliers überzeugten dagegen auch die anderen beiden Superstars: Kyrie Irving kam auf 30, Kevin Love auf 20 Punkte. Dazu ließen es die Cavs wieder einmal Dreier regnen: Gleich 17 ihrer 31 Versuche von Downtown fanden ihren Weg ins Ziel.

Ersatzspieler Richard Jefferson stellte nebenbei noch einen kuriosen Rekord auf. Der Ex-Spieler der Dallas Mavericks zog nach 13 Jahren wieder in ein NBA-Finale ein. Eine so lange Pause zwischen zwei NBA-Finals hatte es zuvor noch nie gegeben.

"Wir sind noch nicht zufrieden"

Im Finale heißt der Gegner ab kommenden Donnerstag entweder Oklahoma City Thunder oder Titelverteidiger Golden State Warriors. Oklahoma führt vor dem sechsten Duell in der Nacht auf Sonntag mit 3:2 (ab 3 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 US).

"Wir sind noch überhaupt nicht zufrieden. Es gibt noch ein Ziel, das wir erreichen wollen - und ich weiß, diese Jungs werden bereit sein", sagte Irving.

Bis zum 2. Juni kann J.R. Smith auch noch ein wenig Gewichte stemmen, denn bei der Pressekonferenz nach dem Spiel beklagte er sich über den schweren Eastern-Conference-Pokal.

Sollten die Cavs tatsächlich die Stadt erlösen und den Titel gewinnen, wird Smith einen noch deutlich schwereren Pokal tragen müssen.

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