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Roman Reigns (l.) warf beim WWE Royal Rumble den Undertaker aus dem Rennen
Roman Reigns (l.) warf beim WWE Royal Rumble den Undertaker (r.) aus dem Rennen © WWE 2017 All Rights Reserved

München - Dass Roman Reigns und kein anderer Überraschungsteilnehmer letzter Mann im Royal Rumble war, sorgte für Ärger bei den WWE-Fans. Es war so beabsichtigt.

Die WWE-Fans erhofften sich ein Überraschungsteilnehmer beim Royal Rumble, sie bekamen: Roman Reigns.

Bei dem traditionsreichen 30-Mann-Kampf vor einer Woche kam der bei vielen Zuschauern ungeliebte Reigns als 30. Teilnehmer zum Ring, an der Stelle, an der die Showkampfliga sonst gerne große Comebacks platziert. Dass es diesmal keins gab, sorgte bei den Fans in der Halle für laute Buh- und Unmutsrufe ("This is bullshit!").

Nun kommt heraus: Genau das war der Plan.

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Reigns war ein Täuschungsmanöver

Wie der Wrestling Observer in seinem Newsletter berichtet, wollten die WWE-Autoren die Fans zu Buhrufen provozieren und dann wiederum Jubel auslösen dadurch, dass Reigns den Rumble dann doch nicht gewann - was dessen Kritiker befürchtet hatten (SPORT1 erklärt: So funktioniert die Showkampfliga WWE).

Dem Kreativteam sei wohlbewusst gewesen, dass Reigns als Nummer 30 Negativreaktionen bewirken würde. Der Sieg von Randy Orton sei als Happy End gedacht gewesen und sollte so laut wie möglich bejubelt werden. Das Szenario mit Reigns wäre dafür das beste Mittel zum Zweck gewesen.

Dieser Gang der Dinge ist insofern bemerkenswert, dass Reigns offiziell die Rolle des "Babyface", des Guten ausfüllt, während Orton der "Heel" ist, der Bösewicht. Andererseits ist es bei weitem nicht das erste Mal, dass die WWE-Fans ihre Sympathien umgekehrt verteilen und WWE das auch einkalkuliert.

WWE-Legende Stone Cold Steve Austin hat das Rumble-Finale als cleveren Schachzug gelobt. In seinem Podcast sprach er von einem gelungenen Täuschungsmanöver: "Roman Reigns als Nummer 30 war eine fantastische Idee und tolles Booking". 

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Bei WrestleMania gegen den Undertaker

Reigns' unangekündigte Teilnahme am Rumble diente auch dazu, sein Match bei der größten WWE-Show WrestleMania 33 am 2. April in Orlando aufbauen.

Er soll dort auf den Undertaker treffen, den er im Rumble eliminierte.

Das Duell mit der enorm beliebten Ringlegende wird Reigns auch kaum Jubelrufe einbringen. Es mehren sich deshalb die Gerüchte, dass er bald ganz offiziell zum Schurken werden könnte.

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