Kopf-ab-Geste: Brunner für zwei Spiele gesperrt
Der deutsche U21-Neuling sorgte mit seinem provokanten Jubel für heftige Diskussionen. Nun folgt die Sperre durch die französische Liga.
Der neue U21-Nationalspieler Paris Brunner ist nach seiner aufsehenerregenden Jubel-Geste bei der AS Monaco in der französischen Ligue 1 für zwei Spiele gesperrt worden. Das teilte die Disziplinarkommission des französischen Fußball-Ligaverbands LFP mit, zwei weitere Spiele wurden zudem auf Bewährung ausgesetzt.
Der frühere deutsche U17-Weltmeister hatte seinen sehenswerten Ausgleichstreffer im Ligaspiel des Tabellenführers bei Racing Straßburg (1:1) am 12. September vor dem gegnerischen Fanblock bejubelt und dabei mit einer Handbewegung ein Messer, das die Kehle durchschneidet, imitiert. Anschließend hatte er sich ein Pfeifkonzert der Anhänger anhören müssen, eine Strafe auf dem Platz gab es nicht.
Später erklärte Brunner, die Fans hätten „über meine Familie gesprochen, über meine Mutter, über meinen Vater. Ich konnte diejenigen sehen, die mich beschimpft haben.“ Er wollte „nicht respektlos sein“ und entschuldigte sich via Instagram, betonte aber auch, dass seine Geste missverstanden worden sei. „Paris ist ein sehr leidenschaftlicher, intensiver Junge. Er hat einen Fehler gemacht. Das hat er sofort verstanden“, hatte sein Trainer, der Brasilianer Filipe Luis, erklärt.
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Brunner wird damit das Heimspiel gegen den FC Toulouse am 10. Oktober sowie acht Tage später das Auswärtsspiel beim FC Lorient verpassen. Zuvor darf er nach seinem starken Saisonstart mit sechs Treffern in sieben Pflichtspielen auf sein U21-Debüt hoffen. DFB-Trainer Antonio Di Salvo nominierte den 20-Jährigen für den abschließenden Dreierpack in der EM-Qualifikation am Samstag (18.00 Uhr/Sat.1 und Joyn) in Lettland, auf Malta (30. September) und in Bielefeld gegen Georgien (6. Oktober).