Neue Aufgabe für Ex-Kugelstoßer Storl
Der deutsche Eisschnelllauf-Verband verkündet eine überraschende Personalentscheidung.
Die Deutsche Eisschnelllauf- und Shorttrack-Gemeinschaft (DESG) setzt auf Expertise aus der Leichtathletik. Wie der Verband am Freitag mitteilte, übernimmt der frühere Kugelstoßer David Storl mit sofortiger Wirkung kommissarisch das Amt des Vizepräsidenten Eisschnelllauf. Der zweimalige Weltmeister und Olympia-Zweite von London folgt auf Peter Adeberg, der das Amt seit Ende Februar kommissarisch ausgeübt hatte.
„David weiß, wie sich Leistungssport auf höchstem internationalem Niveau anfühlt. Er weiß, was es bedeutet, Weltmeister zu werden, eine olympische Medaille zu gewinnen und über viele Jahre jeden Tag hart für seine Ziele zu arbeiten“, sagte DESG-Präsident Matthias Große, der Storl zur Aktivenzeit zwischenzeitlich als „Mentaltrainer“ betreut hatte: „Genau diese Erfahrung, diesen Siegeswillen und diese Mentalität brauchen wir.“
Mit David Storl „neue Wege gehen“
Man wolle zudem „bewusst auch neue Wege gehen und Menschen einbinden, die mit einem unverstellten Blick von außen neue Ideen, neue Energie und andere Erfahrungen in unsere Sportart bringen“, so Große. Das Ziel sei klar: „Deutschland muss im Eisschnelllauf wieder um internationale Medaillen kämpfen.“
Die deutschen Eisschnellläufer haben in den vergangenen Jahren mit wenigen Ausnahmen den Anschluss an die Weltspitze verloren. Die bislang letzten Olympia-Medaillen gab es 2010 in Vancouver.
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Storl betonte, dass der Eisschnelllauf in Deutschland über „eine große Tradition und enormes Potenzial“ verfüge: „Ich möchte meine Erfahrungen aus vielen Jahren im internationalen Spitzensport einbringen, zuhören, lernen und gemeinsam mit den Athletinnen und Athleten, Trainern, Vereinen und Stützpunkten neue Impulse setzen.“